NAMEN UND NACHRICHTEN

Licht-Signale

OSRAM Nach dem Kurssturz sondieren diverse Finanzinvestoren eine Übernahme.

NACH­DENK­LICH Os­ram-Chef Olaf Ber­li­en

Es war mehr als die Lau­ne ei­nes Som­mers. Ein Team der In­vest­ment­bank Credit Su­is­se be­such­te gleich ein hal­bes Dut­zend Top­adres­sen der Pri­va­te-Equi­ty-Sze­ne, im Ge­päck im­mer die glei­che Idee: Der Fi­nanz­in­ves­tor soll­te ein öf­fent­li­ches Über­nah­me­an­ge­bot für alle Ak­ti­en des Licht­kon­zerns Os­ram ma­chen, nach­dem die Fir­ma Ende Juni eine zwei­te Ge­winn­war­nung ver­brei­tet hat­te und der Bör­sen­kurs wie ein Stein nach un­ten ge­fal­len war. Die­se Schwä­che soll­te der An­grei­fer nut­zen, die Mün­che­ner Tech­no­lo­gie­fir­ma von der Bör­se neh­men und un­ge­stört um­bau­en. Beim Wei­ter­ver­kauf – im Gan­zen oder in Ein­zel­tei­len – er­gä­be sich dann die Aus­sicht auf sat­ten Ge­winn. So der Plan, der bis heu­te der Aus­füh­rung harrt.

Ide­en wie die­se sind nicht un­ge­wöhn­lich, In­vest­ment­ban­ken le­ben gut da­von. Zu­mal Pri­va­te-Equi­ty-Ge­sell­schaf­ten glo­bal nach An­la­ge­mög­lich­kei­ten für knapp 1,2 Bil­lio­nen Dol­lar su­chen und fal­len­de Bör­sen­kur­se als gute Ein­stiegs­ge­le­gen­heit se­hen. „Wir wer­den 2019 deut­lich mehr Pu­blic-to-Pri­va­tes in Deutsch­land se­hen“, pro­gnos­ti­ziert des­halb Jür­gen Dieg­ru­ber (57), Deutsch­land-Chef der Schwei­zer Part­ners Group.

In sei­nem Haus und bei vie­len an­de­ren Be­tei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten wird nun ana­ly­siert und spitz ge­rech­net. Auf dem deut­schen Markt steht nicht nur Os­ram un­ter ver­schärf­ter Be­ob­ach­tung. Auch Un­ter­neh­men wie der Au­to­zu­lie­fe­rer Leo­ni oder der An­la­gen­bau­er Gea elek­tri­sie­ren die Bran­che. Die Bör­sen­wer­te bei­der Fir­men ha­ben sich seit Jah­res­be­ginn eben­falls hal­biert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.