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Eine Giftpille für alle

BAYER Elliott sieht derzeit keine Chance zur Zerschlagung.

Nach Lon­don soll­te al­les bes­ser wer­den. Wo­chen­lang hat­te Bay­er-Chef Wer­ner Bau­mann (56) auf sei­nen Auf­tritt vor den In­ves­to­ren hin­ge­ar­bei­tet. Mit dem ers­ten Ca­pi­tal Mar­kets Day seit dem Kauf des Saat­gu­trie­sen und Gly­pho­sat-Er­fin­ders Mons­an­to woll­te er An­fang De­zem­ber den Kurs­sturz der Bay­er-Ak­tie stop­pen, der just mit Voll­zug der Über­nah­me ein­ge­setzt hat­te.

Doch die Show ver­puff­te. Der an­ge­kün­dig­te Ab­bau von 12.000 Stel­len, im­mer­hin rund 10 Pro­zent sei­ner welt­wei­ten Be­leg­schaft, wur­de ach­sel­zu­ckend zur Kennt­nis ge­nom­men, ge­nau­so die Tren­nung vom Tier­me­di­zin­ge­schäft, die Bay­er sie­ben Mil­li­ar­den Euro in die Kas­se spü­len soll. Am Ende half nicht ein­mal das Ver­spre­chen, den Ge­winn pro Ak­tie bis Ende 2022 um 75 Pro­zent zu stei­gern. Am Tag nach Bau­manns Auf­tritt ver­lor die Ak­tie er­neut 5 Pro­zent. Spä­tes­tens zu die­sem Zeit­punkt hat Bay­ers Füh­rungs­spit­ze er­ken­nen müs­sen, dass „wir erst lie­fern müs­sen“, be­vor die In­ves­to­ren wie­der Ver­trau­en fas­sen.

Ein­zig die Nach­richt, dass Paul Sin­gers (74) Hedge­fonds El­liott als frü­he­rer Mons­an­to-Ak­tio­när jetzt auch Bay­er-Pa­pie­re hält, be­weg­te den Kurs kurz­zei­tig nach oben. Der Ruf des Kon­zern­schrecks weck­te die Er­war­tung, Sin­ger po­si­tio­nie­re sich als An­füh­rer ei­ner Share­hol­der­re­vol­te und wol­le den Kon­zern zer­schla­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.