UNTERNEHMEN

DIE BEZOS-DOKTRIN

AMAZON Jeff Bezos (Foto) hat seine Firma in eine Expansionsmaschine verwandelt, die eine Branche nach der anderen kapert. Nach dem Handel sind jetzt Logistik, Gesundheit und Finanzen dran. Das Muster ist immer das gleiche.

Den Ein­stieg in den mil­li­ar­den­schwe­ren Ge­sund­heits­markt kon­stru­ier­te Ama­zon-Len­ker Jeff Be­zos (54) auf die be­währ­te Art und Wei­se: als Schleich­fahrt. Ir­gend­wann fing der In­ter­net­gi­gant im Stil­len an, Stan­dard­ware wie Tup­fer und OP-Hand­schu­he an US-Kli­ni­ken zu lie­fern – ganz un­spek­ta­ku­lär. Als Ama­zon et­was spä­ter das Pro­gramm auf Schmerz­mit­tel wie As­pi­rin oder Wund­sal­ben wie Be­pan­then aus­wei­te­te, zeich­ne­te sich der Mas­ter­plan schon deut­li­cher ab. Beim Phar­ma­rie­sen Bay­er je­den­falls san­ken die Mar­gen der re­zept­frei er­hält­li­chen Mit­tel kräf­tig.

Be­zos gab trotz­dem wei­ter den fried­fer­ti­gen Pro­blem­lö­ser, auch als sich sei­ne wah­ren Am­bi­tio­nen deut­li­cher ab­zeich­ne­ten. An­fang 2018 grün­de­te er zu­sam­men mit J.P.-Mor­gan-Chef Ja­mie Di­mon und War­ren Buf­fett ei­nen Kran­ken­ver­si­che­rer – of­fi­zi­ell zu­nächst nur für die ei­ge­nen Leu­te so­wie für die Be­leg­schaft von Buf­fetts Hol­ding Berk­shire Hat­ha­way und Di­mons Ban­ker. Be­zos treu­her­zig: Das Ge­sund­heits­sys­tem sei kom­plex und die Auf­ga­be kom­pli­ziert. „Aber die Last der Ge­sund­heits­vor­sor­ge zu re­du­zie­ren und die Er­geb­nis­se für die Be­schäf­tig­ten und de­ren Fa­mi­li­en zu ver­bes­sern ist den Auf­wand wert.“

Nur we­ni­ge Mo­na­te spä­ter, im Som­mer, zeig­te Be­zos dann end­lich öf­fent­lich, was er wirk­lich im Schil­de führt. Für eine Mil­li­ar­de Dol­lar si­cher­te sich Ama­zon die In­ter­n­etapo­the­ke Pill­Pack und da­mit auch die Li­zenz für den 400 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­ren US-Markt für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.