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HARTE LANDUNG

JAGUAR LAND ROVER Nach Jahren des Booms ist beim britischen Premiumhersteller der Katzenjammer ausgebrochen. Es geht ums Überleben.

TUR­NAROUND Dass Ja­gu­ar das Zeug zur Wen­de hat, zeig­te ein Stunt­man bei der Prä­sen­ta­ti­on des E-Pace in Lon­don. Die Flug­rol­le – eine Hom­mage an 007.

Wolf­gang Reitz­le (69) und Ralf Speth (63) mö­gen sich seit vie­len Jah­ren. Wo der Älte­re ar­bei­te­te, woll­te auch der Jün­ge­re sein. So ge­schah es bei BMW, spä­ter beim Ga­se­her­stel­ler Lin­de, zwi­schen­zeit­lich bei Fords Pre­mier Au­to­mo­ti­ve Group (PAG), die Mar­ken wie Ja­gu­ar und spä­ter auch Land Ro­ver sam­mel­te. Nie stand die Rol­len­ver­tei­lung in­fra­ge, Reitz­le war der Meis­ter, Speth sein Zau­ber­lehr­ling. Bis zu dem Tag im Fe­bru­ar 2010, als der Wirt­schafts­in­ge­nieur Speth die Ge­schäfts­füh­rung von Ja­gu­ar Land Ro­ver (JLR) über­nahm. Fort­an zau­ber­te Speth ganz al­lein, nur ge­le­gent­lich be­ra­ten vom Groß­stra­te­gen aus Mün­chen.

Es lief gut an, sehr gut so­gar. Der Ja­gu­ar F-Type er­in­ner­te an gro­ße Sport­wa­gen­zei­ten, vor al­lem aber fan­den die SUVs rei­ßen­den Ab­satz. Land Ro­ver und Ran­ge Ro­ver be­dien­ten das Be­dürf­nis nach au­to­mo­bi­len Trutz­bur­gen. Neue Mo­del­le wie der Evo­que, ein mu­tig ge­stal­te­tes Kom­pakt-SUV, ver­viel­fach­ten den Ab­satz. Die Fir­ma, im Be­sitz der in­di­schen Tata-Fa­mi­lie, stieg vom Plei­te­kan­di­da­ten zum ernst zu neh­men­den Kon­kur­ren­ten der deut­schen Pre­mi­um­her­stel­ler auf.

Es wa­ren Zei­ten des Gla­mours. Ex-Spice-Girl Vic­to­ria Beck­ham ge­stal­te­te Son­der­mo­del­le. Die Mid­lands, Sitz der Bri­ten, er­leb­ten ein klei­nes Wirt­schafts­wun­der. Speth er­wei­ter­te be­ste­hen­de Wer­ke und in­ves­tier­te in neue – so­gar dann noch, als die Par­ty­lau­ne kipp­te und ers­te Stim­men vor un­kon­trol­liert wach­sen­den Aus­ga­ben und ra­sant re­du­zier­ten Ge­win­nen warn­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.