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Exit vor dem Exitus

KUKA Tränenreich inszenierte CEO Till Reuter seinen Abschied vom Augsburger Roboterhersteller. Tatsächlich nutzte er die letzte Möglichkeit zum gesichtswahrenden Abgang. Denn der chinesische Eigner Midea weiß inzwischen, dass er sich einen Problemfall eingekauft hat.

CASH MIT KUKA Der lang­jäh­ri­ge CEO Till Reu­ter hat vom Ein­stieg der Chi­ne­sen stark pro­fi­tiert

Zum Ab­schied als Kuka-Chef gab Till Reu­ter (50) eine Vor­stel­lung in sei­ner Pa­ra­de­rol­le, der des „Ku­ka­ners“ mit Herz. Der Rah­men war stan­des­ge­mäß, das Eis­ho­ckey­sta­di­on des Erst­li­ga­klubs „Augs­bur­ger Pan­ther“ aus­ver­kauft. Reu­ter selbst hat­te für das Spiel ge­gen Wolfs­burg 1550 Rest­kar­ten er­wor­ben und un­ter den Mit­ar­bei­tern ver­schenkt.

In Base­ball­ja­cke mit ei­nem Fleece-Schal in Kuka-Oran­ge läs­sig auf der Ban­de sit­zend, rief er den Ku­ka­nern und an­de­ren 6000 Eis­ho­ckey­fans zu: „Ich bin stolz, mit euch Augs­burg ge­rockt zu ha­ben.“ Und ern­te­te fre­ne­ti­schen Ap­plaus.

Reu­ter, wis­sen lang­jäh­ri­ge Ver­trau­te zu be­rich­ten, habe sich ei­gent­lich nie für Eis­ho­ckey in­ter­es­siert. Im In­vest­ment­ban­king al­ler­dings, in dem der Sohn ei­nes Heiz­öl­händ­lers aus dem Rhein­gau groß wur­de, lernt man, Men­schen mit Ein­la­dun­gen für sich zu ge­win­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.