ACHTEN SIE AUF ...

Matthew White

LINDE Der Finanzchef des nun amerikanisch-deutschen Gasekonzerns ist die Schlüsselfigur bei der Integration.

Es war ein Auf­tritt, der die mi­nu­ti­ös ver­ab­re­de­te Groß­fu­si­on der deut­schen Lin­de AG mit dem US-ame­ri­ka­ni­schen Ga­se­kon­kur­ren­ten Pra­x­air noch ein­mal ins Wan­ken brach­te. Mat­t­hew Whi­te (46), ame­ri­ka­ni­scher Fi­nanz­chef des mitt­ler­wei­le zur Lin­de plc ver­schmol­ze­nen Un­ter­neh­mens, hat­te im Sep­tem­ber 2017 ge­gen­über Ana­lys­ten in Lon­don un­ver­blümt klar­ge­macht, was auf Lin­de nach dem Mer­ger zu­kom­men könn­te. Der An­la­gen­bau der Deut­schen – längst nicht so un­an­tast­bar, wie zwi­schen den Par­tei­en zu­nächst ver­ein­bart. Eben­so we­nig die Me­di­zin­ga­se­spar­te. Und auch den Um­fang der Lin­de-Be­leg­schaf­ten wer­de man sich ge­nau an­schau­en – trotz des Be­schäf­ti­gungs­pakts mit der Ge­werk­schaft.

Sol­che Un­ver­fro­ren­heit kennt man von US-Prä­si­dent Do­nald Trump. Aber nicht von ei­nem Fi­nanz­vor­stand mit­ten in ei­nem heik­len Fu­si­ons­pro­zess.

Pro­jekt­ar­chi­tekt Wolf­gang Reitz­le (69), heu­te Chair­man der neu­en Lin­de plc, war fas­sungs­los. Whi­tes al­ter und neu­er Chef, Ste­ve An­gel (62), zeig­te sich ver­är­gert. Zu­mal Ban­ken die Bot­schaf­ten um­ge­hend un­ter In­ves­to­ren ver­brei­tet hat­ten. Whi­te be­hielt sei­nen Job nur, weil er als Fi­nanz­chef des Ga­se­gi­gan­ten be­reits ge­setzt war. Man woll­te nicht auch noch die In­ves­to­ren ver­grät­zen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.