TRENDS

„Hier liegt das Zentrum der Welt“

GEOPOLITIK Die USA igeln sich ein, Europa verfällt in einen Dämmerzustand, China erobert den Westen, und die deutsche Wirtschaft wird einen Schock erleiden. Der Ex-Minister, Politologe und Buchautor Bruno Maçães über die kommende Weltordnung.

GÜTER­BRÜCKE Vom ka­sa­chi­schen Khor­gos fährt ein Zug gen Eu­ro­pa. Die Li­nie ge­hört zu Chi­nas „Sei­den­stra­ßen“-Pro­jekt.

Herr Maçães, die Welt scheint über­all in Un­ord­nung zu ge­ra­ten. Wenn die His­to­ri­ker ein­mal über 2018/​19 schrei­ben wer­den, wel­che Kri­se wer­den sie dann in den Mit­tel­punkt stel­len?

BRU­NO MAÇÃES Der Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na ist die zen­tra­le Fra­ge un­se­rer Tage. Die­sen Kon­flikt hat man nicht kom­men se­hen, und er be­trifft al­les. Nicht nur die Zu­kunft der USA und Chi­nas, auch das We­sen der glo­ba­len Ord­nung und Eu­ro­pas Zu­kunft. Denn das ex­port­ori­en­tier­te Mo­dell Deutsch­lands ist in­zwi­schen das Mo­dell Eu­ro­pas ge­wor­den. Spa­ni­en, Por­tu­gal, Dä­ne­mark, 21 der 28 EU-Mit­glie­der hat­ten 2017 ei­nen Leis­tungs­bi­lanz­über­schuss. Man­che die­ser Über­schüs­se sind rie­sig. Wir sind also un­glaub­lich ab­hän­gig vom Welt­han­dels­sys­tem.

Sie pro­pa­gie­ren den Auf­stieg ei­nes neu­en Su­per­kon­ti­nents: Eu­ra­si­en wer­de der Kern künf­ti­ger Ord­nung. War­um?

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.