MAGISCHES VIERECK

Vollgesaugt und ausgelaugt

Der heraufziehende Abschwung wird für viele Unternehmen bitter. Hohe Schulden werden zum Rezessionsbeschleuniger.
Von Henrik Müller

Für vie­le Un­ter­neh­men wa­ren es gol­de­ne Jah­re. Die Kon­junk­tur lief heiß und hei­ßer, der Ab­satz stieg – und die Kre­di­te? Bil­lig wie nie. Aber die son­ni­gen Zei­ten sind vor­bei. 2019 wird das Jahr des Ab­schwungs, so sa­gen es die Pro­gnos­ti­ker uni­so­no vor­aus. Of­fen ist le­dig­lich, wie steil es nach un­ten geht.

Be­son­ders für die Un­ter­neh­men in Eu­ro­pa könn­te es ge­fähr­lich wer­den. Sie sind mit ei­nem Dop­pel­schlag kon­fron­tiert: schwä­che­re Ge­schäf­te bei stei­gen­den Zin­sen. Wäh­rend das Wirt­schafts­kli­ma sich ab­kühlt und die in­ter­na­tio­na­len Ri­si­ken stei­gen, fah­ren die gro­ßen No­ten­ban­ken ihre Wert­pa­pier­käu­fe zu­rück. Die Eu­ro­päi­sche Zen­tral­bank (EZB) lässt ihr „Ex­pan­ded As­set Purcha­se Pro­gram­me“ Ende 2018 aus­lau­fen. Die Fe­deral Re­ser­ve baut die Wert­pa­pier­be­stän­de be­reits wie­der ab, die sie nach der Fi­nanz­kri­se zu­sam­men­ge­kauft hat.

Schon jetzt sind die Fol­gen spür­bar. In den ver­gan­ge­nen Wo­chen sind die Ren­di­ten von US-Un­ter­neh­mens­an­lei­hen sprung­haft ge­stie­gen. In der Euro-Zone ist ein ähn­li­cher Ef­fekt sicht­bar. Auf die „quan­ti­ta­ti­ve Lo­cke­rung“ der No­ten­ban­ken folgt nun ein „quan­ti­ta­ti­ves Fest­zur­ren“. An­ders ge­wen­det: Jetzt kommt die Quit­tung für die üp­pi­ge Un­ter­stüt­zung der ver­gan­ge­nen Jah­re.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.