NACHTS IN DER

„Odles Lodge“, Brixen, Südtirol

Die Neudefinition der Holzklasse auf 2000 Metern Höhe.

Eine hal­be Stun­de fährt man, Kur­ve für Kur­ve, von Bri­xen ins Kreuz­tal hin­auf. Mit­ten im Wald, auf 2000 Me­tern, liegt die „Od­les Lodge“, vier Sui­ten nur, wer mit Fa­mi­lie und Freun­den al­lein sein will, mie­tet sie ganz (ab 4500 Euro für drei Tage). Das Alm­früh­stück steht vor der Tür, die Sau­na ist an, Wi-Fi auf Wunsch aus, der „Ho­nes­ty“-Wein­kel­ler (ge­zahlt wird spä­ter) ge­füllt.

Die Sui­ten ha­ben Kü­che, Ka­chel­ofen, Ter­ras­se. Die Strick­ho­cker in Grau, die Kis­sen in Dun­kel­vio­lett oder Flie­der. Ver­las­sen muss man sei­ne Her­ber­ge ei­gent­lich nicht, bei dem Aus­blick: Od­les, Na­deln, hei­ßen die Geis­ler­spit­zen auf La­di­nisch. Die be­rühm­ten Ber­ge, an de­nen Rein­hold Mess­ner Klet­tern lern­te, sieht man auch vom Bett aus, in der schöns­ten Lodge, der IV, un­ter dem Dach, die ein­zi­ge mit drei Ter­ras­sen. Im In­nen­hof ste­hen Lie­gen, es gibt ein Dampf­bad (aus Sar­ner Gra­nit). Fa­mi­lie Hin­te­reg­ger ge­hört wei­ter un­ten im Tal schon das „Ro­sal­pi­na“, ein al­tes, ele­gan­tes Berg­ho­tel, wo man gut zum Abend­es­sen hin­ge­hen kann. Der Kühl­schrank ist aber auch ge­füllt: Pas­ta, Knö­del, Schlutz­krap­fen, Käse, Speck.

Die Lodge ent­warf Berg­meis­ter­wolf, ein Ar­chi­tek­tur­bü­ro aus Bri­xen, das dort schon dem „Grand­ho­tel Pupp“ ein wei­ßes Bau­haus-Kleid ver­pass­te. Für die raf­fi­niert ge­dreh­te Hüt­ten­op­tik, die sich un­auf­fäl­lig in die Land­schaft fügt, räum­ten sie ers­te Prei­se ab. Viel Glas, Zir­be, un­be­han­delt. Das Holz soll den Blut­druck sen­ken, für ru­hi­ge­ren Schlaf sor­gen, die Aus­sicht macht mor­gens wie­der hell­wach. 1

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