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Teurer Fehlgriff

SPRINGER Eine Beteiligung in England macht Ärger.

STO­RY­TEL­LER Vor­stand An­dre­as Wie­le hat sich ver­zockt

Gäbe es das Res­sort von Lang­zeit­vor­stand (19 Jah­re) An­dre­as Wie­le (57) bei Axel Sprin­ger nicht, der In­ves­tor KKR wäre wohl kaum bei dem Me­di­en­kon­zern ein­ge­stie­gen. Wie­le ist für di­gi­ta­le Ru­bri­ken­an­zei­gen ver­ant­wort­lich. Töch­ter wie Im­mo­welt war­fen al­lein im ers­ten Halb­jahr 2019 190 Mil­lio­nen Euro ope­ra­ti­ven Ge­winn ab – 80 Pro­zent des Ge­samt­er­geb­nis­ses.

Wie­le, stets be­müht um sei­ne In­ves­to­ren­sto­ry, bün­del­te Auto- und Im­mo­bi­li­en­por­ta­le 2018 in der Aviv Group. Sie sol­len etwa Soft­ware ge­mein­sam nut­zen. Für Aviv sucht er in Eu­ro­pa rast­los nach Ver­stär­kung. Erst im Au­gust über­nahm Sprin­ger für 200 Mil­lio­nen Euro das fran­zö­si­sche Por­tal Meil­leur­sAgents, 2018 flos­sen 143 Mil­lio­nen Euro in ei­nen An­teil von 11,5 Pro­zent an der bri­ti­schen Mak­ler­platt­form Pur­ple­bricks.

Die­ses Ka­pi­tel ge­rät in­des zum Dra­ma. Pur­ple­bricks' Ein­stieg in den USA miss­lang, das Pau­schal­preis­mo­dell funk­tio­niert im­mer schlech­ter. Um die Grün­der los­zu­wer­den, kauf­te Sprin­ger CEO Mi­cha­el Bru­ce (46) und Bru­der Ken­ny (44) für ein Pfund je Ak­tie raus, be­zahl­te noch mal 49 Mil­lio­nen Euro. Wie­le glaubt wei­ter an das Un­ter­neh­men. Der Markt hat Pur­ple­bricks ab­ge­schrie­ben. Seit dem Sprin­ger-Ein­stieg fiel der Ak­ti­en­kurs um fast 66 Pro­zent.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2019.