DIE ÖKONOMIE DES ...

Shareholder-Value

Amerikas Topmanager verwerfen ihr altes Leitbild. Profiteure dieser Wende sind vor allem sie selbst.

Die Kar­di­nä­le tre­ten aus der Kir­che aus. So wirkt es, wenn Ame­ri­kas mäch­tigs­te CEOs jetzt das Share­hol­der-Va­lue-Leit­bild auf­ge­ben: In ei­nem Grund­satz­pa­pier ver­kün­den 181 Top­ma­na­ger und Ver­mö­gens­ver­wal­ter, dass die Wirt­schaft künf­tig nicht mehr nur den Ak­ti­en­kur­sen und da­mit den Un­ter­neh­mens­ei­gen­tü­mern die­nen müs­se, son­dern auch Kun­den, Be­schäf­tig­ten, Zu­lie­fe­rern und, ganz all­ge­mein, den Bür­gern.

Was aus die­sem Be­kennt­nis folgt, weiß al­ler­dings nie­mand. An die Ge­samt­heit der Sta­ke­hol­der muss­te schon bis­her ge­dacht wer­den: Zu­frie­de­ne Kun­den, loya­le und leis­tungs­fä­hi­ge Mit­ar­bei­ter, ein gu­ter Ruf – das sind not­wen­di­ge Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen lang­fris­tig stei­gen­den Un­ter­neh­mens­wert. Die Kunst ist, im Streit der In­ter­es­sen den rich­ti­gen Mix zu fin­den.

Die Share­hol­der-Va­lue-Re­vo­lu­ti­on, die in den 80er Jah­ren Fahrt auf­nahm, rich­te­te sich vor al­lem ge­gen die Vor­stän­de selbst: Frus­trier­te Ak­tio­nä­re woll­ten das be­que­me und selbst­herr­li­che Ma­nage­ment dar­an er­in­nern, wer es ei­gent­lich be­zahlt.

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