UNTERNEHMEN

KÖNIGSKLASSE

OKTOBERFEST Hinter Deutschlands bekanntester Exportmarke steht ein knallhartes Businessmodell. Mit Akribie und Strenge schützen die Macher ihr Milliardengeschäft.

HERZ DER WIESN Das größ­te Volks­fest der Welt mit sei­nen rie­si­gen Bier­hal­len (hier: das „Au­gus­ti­ner“-Fest­zelt) wird welt­weit ko­piert, aber nie er­reicht. Mün­che­ner Gas­tro­no­men be­wirt­schaf­ten die Zel­te die­se wer­den meist von Ge­ne­ra­ti­on zu Ge­ne­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben.

Im Au­gust gönnt sich Mi­cha­el Kä­fer (61) im­mer ein paar Aus­zei­ten. Im baye­ri­schen Fe­ri­en­mo­nat kommt der Gas­tro­nom und Un­ter­neh­mer (140 Mil­lio­nen Euro Um­satz) nur zwei Tage die Wo­che ins Büro. An­sons­ten weilt er mit Gat­tin Cla­ris­sa und den Zwil­lings­bu­ben im Wo­chen­end­haus in Rottach-Egern. Am Te­gern­see will er Kraft tan­ken für sei­ne zwei här­tes­ten Wo­chen des Jah­res: das Ok­to­ber­fest in Mün­chen.

Das Han­dy klin­gelt beim Wirt der „Kä­fer Wiesn-Schän­ke“ den­noch schon beim Früh­stück auf der Ter­ras­se. Show­grö­ßen, Sport­ler, Un­ter­neh­mer, meist fra­gen sie: „Du, hast an Tisch für mi?“ Un­längst schick­te Tam­my Mur­phy (54), First Lady im US-Bun­des­staat New Jer­sey, eine Bet­tel­mail. Ihr Phil, der Gou­ver­neur und frü­he­re US-Bot­schaf­ter in Ber­lin, lie­be die „Wiesn“ doch so sehr.

Na­tür­lich macht Kä­fer ("Ich kann nicht Nein sa­gen") et­was mög­lich. Das Paar kann am zwei­ten Wo­chen­en­de der 16-tä­gi­gen Par­ty ein Eck­chen in sei­nem als Edel­alm aus­staf­fier­ten Zelt be­le­gen. Und das ob­wohl In­nen­plät­ze „von Ge­ne­ra­ti­on zu Ge­ne­ra­ti­on ver­erbt wer­den“.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2019.