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Dirk Engehausen

SCHLEICH Der frühere Lego-Mann versetzt die Konkurrenz mit seinen Plastiktieren in Angst und Schrecken.

DER TIER­CHEN-GE­NE­RAL Schleich-Chef Dirk En­ge­hau­sen sam­melt sei­ne Ge­treu­en um sich

Wenn Schleich-Chef Dirk En­ge­hau­sen (54) sei­ne klei­nen Tier­fi­gu­ren an der Wirk­lich­keit mes­sen will, muss er nur aus dem Bü­ro­fens­ter schau­en. Dort, auf der Wie­se ne­ben­an, äsen und gra­sen ei­ni­ge Schöp­fun­gen aus sei­nem Sor­ti­ment im Ori­gi­nal: Rehe, ein paar mehr Kühe. Von der Schleich-Zen­tra­le, so viel ist mal si­cher, geht für sie kei­ne Ge­fahr aus: Das gräu­li­che Ge­bäu­de duckt sich am Rand ei­nes ab­ge­le­ge­nen Wohn­ge­biets der Klein­stadt Schwä­bisch Gmünd vor­sich­tig in die Land­schaft. In­nen grüßt Papa Schlumpf mit ei­nem Will­kom­men-Schild in der Hand, da­ne­ben steht ein Ein­horn.

Umso stär­ker sorgt En­ge­hau­sen au­ßer­halb die­ser be­schau­li­chen Welt für Alarm­stim­mung: Der frü­he­re Ma­ri­ne­of­fi­zier ist in Re­kord­zeit in das Ter­rain viel grö­ße­rer Kon­kur­ren­ten wie Lego oder Play­mo­bil vor­ge­sto­ßen. Bis Ende des Jah­res soll der Um­satz des Spe­zia­lis­ten für Plas­tik­tier­chen auf über 200 Mil­lio­nen Euro stei­gen, fast eine Ver­dopp­lung in fünf Jah­ren. Und mit ei­nem neu­en In­ves­tor an Bord will En­ge­hau­sen im glei­chen Tem­po wei­ter­ma­chen.

An der Pinn­wand ne­ben sei­nem Schreib­tisch hängt ein Zet­tel mit ei­ner schlich­ten Bot­schaft: Think Big! Der drah­ti­ge Mann mit dem fes­ten Hän­de­druck ist ein groß den­ken­der Ma­na­ger, der ei­gent­lich auch schon im Land der un­be­grenz­ten Mög­lich­kei­ten sein woll­te. Nach fast 20 Jah­ren bei Lego – zu­letzt als Eu­ro­pa-Chef – und ei­nem In­ter­mez­zo als bis­her letz­ter Ver­triebs­vor­stand von Tchi­bo, wo sich En­ge­hau­sen mit In­ha­ber Mi­cha­el Herz (75) über­warf, woll­te er ei­gent­lich mit sei­ner Frau und den vier Töch­tern in die USA ge­hen und eu­ro­päi­sche Un­ter­neh­men beim Markt­ein­tritt be­ra­ten. Doch da klopf­te der Fi­nanz­in­ves­tor Ar­di­an an, der Schleich Mit­te 2014 für 220 Mil­lio­nen Euro vom bri­ti­schen Ri­va­len HgCa­pi­tal ge­kauft hat­te. Der Clou: Die Fran­zo­sen wink­ten mit ei­ner Be­tei­li­gung.

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