BALL­FIEB­RIG Lars Wind­horst ist ge­übt dar­in, Chan­cen zu er­bli­cken, nach de­nen an­de­re erst gar nicht su­chen. Jetzt er­späht er Mil­li­ar­den­ge­win­ne in ei­nem maus­grau­en Klub.

UNTERNEHMEN

DRIBBLINGS AM RANDE DES REGELWERKS

LARS WINDHORST Mit dem Kauf des Bundesligisten Hertha BSC ist der Firmenhändler endlich auf der großen Showbühne angekommen. Doch schon jetzt zeichnet sich ab: Den Berliner Klub wird er wohl bald weiterverkaufen müssen.

Munitio­niert mit ei­ner schwär­me­ri­schen Prä­sen­ta­ti­on (Ti­tel: De­ve­lo­ping the Big Equi­ty Up­s­i­de of Buil­ding Top Lar­ge City Foot­ball Clubs), die eine Gen­fer Sport­agen­tur für ihn er­stellt hat­te, prä­sen­tier­te sich Lars Wind­horst (42) An­fang Juni sei­nen Leu­ten. Auf der Ta­ges­ord­nung ein Coup, spek­ta­ku­lä­rer als al­les, was er bis­her an­ge­fasst hat­te: der ge­plan­te Ein­stieg beim Bun­des­li­ga­klub Her­tha BSC. Wie im Rausch stell­te der Fi­nanz­in­ves­tor der Run­de aus Fonds­ma­na­gern, Mil­li­ar­dä­ren und En­tre­pre­neu­ren, die er im Bei­rat sei­ner In­vest­ment­ge­sell­schaft Ten­nor ver­sam­melt hat, sei­ne neue Sen­sa­ti­on vor. Mit ein we­nig Aus­dau­er und ge­ziel­ten Hand­grif­fen wer­de er mit dem bis­lang mit­tel­mä­ßi­gen deut­schen Ver­ein ei­nen Mil­li­ar­den­ge­winn ma­chen. Was die Her­ren denn da­von hiel­ten, woll­te er wis­sen. Na­tür­lich rech­ne­te er mit un­ein­ge­schränk­tem Ap­plaus.

Doch was er be­kam, grenz­te an Nör­ge­lei. Er hal­te das Pro­jekt zwar für sehr aus­sichts­reich, be­fand nach kur­zer Dis­kus­si­on Man­fre­di Lef­eb­v­re d'O­v­idio, ein 66-jäh­ri­ger Ita­lie­ner, der in Mo­na­co zu Hau­se und eine gro­ße Num­mer im Kreuz­fahrt­busi­ness ist. Aber war­um machst du das Ge­schäft al­lein, frag­te der Mil­li­ar­där Wind­horst. Da will ich eine Schei­be ab­ha­ben: I join with my own mo­ney! Und er war nicht der Ein­zi­ge im Kreis, der so dach­te.

Wie man's auch macht, ist es ver­kehrt. Jah­re­lang wur­de Wind­horst vor­ge­hal­ten, sei­ne Pro­jek­te sei­en zu luf­tig. Die­ses war an­schei­nend zu gut, um es dem Fir­men­händ­ler al­lein zu über­las­sen.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2019.