SPEZIAL MITTELSTAND

MITTELSTAND IN LEBENSGEFAHR

Das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft steuert auf das Ende zu. Die Familienunternehmer müssen Tabus brechen.

Von Klaus Schweinsberg

Seit ei­ni­gen Mo­na­ten häu­fen sich die Warn­mel­dun­gen aus dem deut­schen Mit­tel­stand, der pro­mi­nen­tes­te Fall: Scha­eff­ler mel­det Kurz­ar­beit an. Und der Ver­band der Ma­schi­nen­bau­er muss zum zwei­ten Mal in kur­zer Fol­ge die Wachs­tums­pro­gno­se strei­chen. Auf den Kom­man­do­brü­cken der Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men er­schallt der­zeit die Mel­dung „Re­zes­si­on vor­aus“.

Also düs­te­re Aus­sich­ten, aber gute Vor­be­rei­tung? Hat sich der deut­sche Mit­tel­stand, ganz so wie bei der letz­ten Kri­se vor zehn Jah­ren, be­reits wet­ter­fest ge­macht? Und wird er mit – den da­mals sehr wirk­sa­men – In­stru­men­ten wie Ar­beits­zeit­kon­ten und Kurz­ar­beit durch­kom­men?

Ich habe ernst­haf­te Zwei­fel. Der von uns Deut­schen – nach sei­ner 60-jäh­ri­gen Er­folgs­ge­schich­te – als un­sink­bar wahr­ge­nom­me­ne Mit­tel­stand steu­ert ge­ra­de mit vol­ler Kraft auf ei­nen Eis­berg zu. Die Re­zes­si­on, die wir vor uns se­hen, ist nur des­sen Spit­ze. Un­ter der Was­ser­li­nie in­des treibt auf un­se­re Mit­tel­ständ­ler ein zer­stö­re­ri­sches Mas­siv an Her­aus­for­de­run­gen und Ri­si­ken zu. Vier Haupt­the­men sehe ich: wach­sen­de na­tio­na­le Las­ten, schrump­fen­de in­ter­na­tio­na­le Chan­cen, zu­neh­men­de Sen­ti­men­ta­li­tät und schwin­den­den Un­ter­neh­mer­geist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2019.