LEBEN

DAS ROLLKOM­MANDO!

MOBILITÄT Großbritannien hat sich zu einem Paradies für Radexzentriker entwickelt. 12.000 Euro kann man da schon mal leicht ausgeben. Ein Besuch bei den Meistern ihres Fachs.

SAMM­LER Im Al­ter von elf Jah­ren be­kam Paul Smith von sei­nem Va­ter sein ers­tes Renn­rad. In­zwi­schen hat der Star­de­si­gner mehr als zwei Dut­zend. Aber auch das ist ihm ei­gent­lich zu we­nig.

Der Weg zum Lieb­lings­ex­em­plar sei­ner Samm­lung ge­rät zum Hin­der­nis­lauf. Vor­bei an Sta­peln von Kunst­bän­den und Ka­ta­lo­gen, die sich auf Re­ga­len und Fuß­bo­den tür­men. Vor­bei an Krip­pen­fi­gu­ren aus Erd­nüs­sen, ei­nem über­di­men­sio­nier­ten Kü­ken, ei­nem Stück Holz – Ge­schen­ken von Fans aus der gan­zen Welt.

Da­hin­ter lehnt es dann: ein Fahr­rad in Matt­schwarz, ohne Gang­schal­tung, ohne Licht, ohne Schutz­ble­che. Da­für trägt es sei­nen Na­men: Paul Smith. Der Schrift­zug ist de­zent un­ter der Sat­tel­stüt­ze ein­gra­viert. Ge­fer­tigt von Mer­ci­an, ei­nem tra­di­ti­ons­rei­chen Rah­men­bau­er aus den eng­li­schen Mid­lands.

Paul Smith (73), schwer­rei­cher bri­ti­scher Mo­de­ma­cher, vor fast zwei Jahr­zehn­ten von der Queen zum Rit­ter ge­schla­gen, seit mehr als drei Jahr­zehn­ten Lieb­lings­de­si­gner von Künst­lern und Mu­si­kern wie Mick Jag­ger und Paul Wel­ler – ein Rad­ver­rück­ter. „Es ist das, wo­für ich im Al­ter von 11 bis 17 Jah­ren ge­lebt habe“, er­zählt Smith. Pro­fi­r­ad­renn­fah­rer woll­te er wer­den.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2019.