WIRTSCHAFTSKULTUR

Macht es nicht!

Deutsche-Post-Ikone Ken Allen wirbt vehement dafür, sich wenig vorzunehmen.

WUN­DER­WERK Ken Al­len mach­te DHL zu ei­ner solch hip­pen Mar­ke, dass das Logo so­gar meh­re­re Hun­dert Dol­lar teu­re De­si­gner-T-Shirts von Ve­te­ments ziert

In Asi­en ist DHL eine Me­ga­mar­ke; mit dem Eig­ner des Un­ter­neh­mens, der Deut­schen Post, ver­bin­det kaum je­mand et­was. So ähn­lich geht es auch Ken Al­len: ein Star in der glo­ba­len Ma­na­ger­welt, in Deutsch­land da­ge­gen au­ßer­halb der eng ge­zir­kel­ten Lo­gis­tik­fach­welt ein No­bo­dy. Seit sei­ner Be­ru­fung zum CEO vor zehn Jah­ren hol­te der Berg­ar­bei­ter­sohn aus York­shire den Ex­press­dienst DHL aus ei­ner tie­fen Kri­se und mach­te die Di­vi­si­on zur pro­fi­ta­bels­ten Spar­te der Post. Sei­ne Leh­ren hat er nun zu Pa­pier ge­bracht.

So schnör­kel­los Al­lens Kern­busi­ness, die Zu­stel­lung ei­li­ger Ter­min­sa­chen, so klar bringt der ge­lern­te Rech­nungs­prü­fer sei­ne Bot­schaft an den Le­ser: Er­folg stellt sich ein, wenn man weiß, was man will, und es durch­zieht. „Ra­di­cal Sim­pli­ci­ty“ steckt vol­ler ein­fa­cher Merk­sät­ze, die sich zu Al­lens Glau­bens­be­kennt­nis zu­sam­men­fü­gen: Je­der in­tel­li­gen­te Idi­ot kön­ne die Din­ge kom­pli­zier­ter ma­chen, aber „es braucht ei­ni­ges an Ge­nie und Mut, in die Ge­gen­rich­tung zu ge­hen“. Wer also er­folg­reich sein wol­le, der füh­re lie­ber „Not-to-do-Lists als To-do-Lists“, sor­ge für gute Stim­mung und küm­me­re sich um sei­ne Leu­te: „Das wah­re Ge­heim­nis gu­ter Füh­rung be­steht dar­in, Men­schen an ihr Ta­lent glau­ben zu las­sen, dann ent­fal­ten sie es auch.“

Mit 16 Jah­ren hat Al­len die­se Chan­ce selbst er­hal­ten: Er schmiss die Schu­le und jobb­te in der Buch­hal­tung ei­nes Sport­ar­ti­kel­her­stel­lers, „und das Ma­nage­ment sah et­was in mir, das ich nicht se­hen konn­te“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2019.