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Heilloses Miteinander

OTTOBOCK Der Prothesenhersteller feiert 2018 als Rekordjahr – trotz hoher Verluste.

BON­VI­VANT Haupt­ei­gen­tü­mer Nä­der ent­nimmt sei­ner Fir­ma er­kleck­li­che Sum­men

FürHans Ge­org Nä­der (58) muss al­les groß­ar­tig und ein­ma­lig sein: Sei­ne Ren­n­jacht misst 54 Me­ter. Zum drei­tä­gi­gen Hoch­zeits­fest im Mai 2018 lud er Hun­der­te Gäs­te. Und na­tür­lich lau­fen bei sei­nem Or­tho­pä­die­an­bie­ter Ot­to­bock die Ge­schäf­te her­vor­ra­gend. „2018 war das bes­te Jahr der Fir­men­ge­schich­te, so­wohl beim Um­satz als auch beim Er­geb­nis“, ju­bi­lier­te der Ver­wal­tungs­rats­vor­sit­zen­de und Haupt­ei­gen­tü­mer Nä­der im Fe­bru­ar – und nahm 41 Mil­lio­nen Euro Di­vi­den­de aus der Kas­se.

Ein Blick in den von der Ge­sell­schaft lan­ge nicht ver­öf­fent­lich­ten Kon­zern­ab­schluss zeigt eine an­de­re Rea­li­tät. Die Er­lö­se der Nä­der Hol­ding san­ken 2018 um 5,4 Pro­zent auf 1,04 Mil­li­ar­den Euro, der Net­to­ver­lust be­trug 107,2 Mil­lio­nen Euro, das Ei­gen­ka­pi­tal schrumpf­te um 29,4 Pro­zent. Gleich das ers­te Jahr nach dem Ein­stieg des Pri­va­te-Equi­ty-In­ves­tors EQT ge­riet zum De­ba­kel.

Ot­to­bock sta­gniert be­reits seit 2016. 2017 ver­mied Nä­der ein ne­ga­ti­ves Er­geb­nis nur dank Son­der­fak­to­ren. EQT hat­te ei­nen 20-Pro­zent-An­teil an der Health­ca­re-Spar­te über­nom­men, die Kunst­stoffspar­te war größ­ten­teils ver­kauft wor­den; das hat­te schließ­lich ei­nen sat­ten Ge­winn ge­si­chert.

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