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Hallo Hollywood

ESCADA Wie der US-Investor Regent die runtergerockte Luxusmarke sanieren will.

VOR­HANG AUF Esca­da-Che­fin Iris Epp­le-Righi muss spa­ren

Micha­el A. Rein­stein (48) ist kein Mann, der gern Zeit ver­liert. Vier Tage nach­dem der Chair­man und CEO des US-Fi­nanz­in­ves­tors Re­gent am 31. Ok­to­ber sei­ne Un­ter­schrift un­ter je­nen Ver­trag ge­setzt hat, der ihn zum Ei­gen­tü­mer des heu­te fast ver­ges­se­nen Lu­xus­schnei­ders Esca­da macht, mar­schiert er be­reits in die Un­ter­neh­mens­zen­tra­le in Asch­heim bei Mün­chen ein. Rein­stein hat sei­ne Kar­rie­re als Mit­ar­bei­ter im Büro des ehe­ma­li­gen US-Prä­si­den­ten Ro­nald Rea­gan­be­gon­nen; heu­te schluckt er fast im Mo­nats­rhyth­mus an­ge­schla­ge­ne Fir­men. Und er weiß, dass die Ver­un­si­che­rung bei Esca­da groß ist.

Zehn Jah­re lang hat­te die Mil­li­ar­dä­rin Meg­ha Mit­tal (43), Schwie­ger­toch­ter des in­di­schen Stahl­ma­gna­ten Lak­sh­mi Mit­tal (69), ver­sucht, das Mo­de­un­ter­neh­men wie­der ins Ram­pen­licht zu hie­ven. Doch Esca­da blieb trotz ho­her In­ves­ti­tio­nen glanz­los und schrieb be­stän­dig Ver­lus­te. Mo­na­te­lang such­te Mit­tal nach ei­nem Ab­neh­mer, der ver­sprach, der Fir­ma zu­min­dest eine klei­ne Chan­ce zu ge­ben. Vie­le Lie­fe­ran­ten hat­ten zu die­sem Zeit­punkt nur noch ge­gen Vor­kas­se ge­lie­fert, und Mit­tal woll­te nicht völ­lig ihr Ge­sicht ver­lie­ren. So ei­nig­te sie sich mit Rein­stein dar­auf, ei­nen schul­den­frei­en La­den zu hin­ter­las­sen; im Ge­gen­zug für eine Be­stands­ga­ran­tie bis zum 31.12.2021.

Über den Deal hat­te ma­na­ger ma­ga­zin am 29. Ok­to­ber ex­klu­siv on­line be­rich­tet. Mit­tal be­stä­tig­te den Ver­kauf zwei Tage spä­ter, dank­te der Be­leg­schaft in ein paar dün­nen Zei­len, und bald dar­auf stand Rein­stein in Asch­heim.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2019.