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Papierkrieg

HEIDELBERGER DRUCK Der Dauerkrisenfall braucht einen Befreiungsschlag.

AUF ABEN­TEU­ER­SU­CHE Der künf­ti­ge Auf­sichts­rats­chef Mar­tin Son­nen­schein

Die­sen Job hät­ten sich zu frü­he­ren Zei­ten vie­le ge­wünscht. Nun hat ihnMar­tin Son­nen­schein (55). Der Part­ner und Ge­schäfts­füh­rer der Un­ter­neh­mens­be­ra­tung A.T. Ke­ar­ney soll am 1. De­zem­ber den Auf­sichts­rats­vor­sitz der Hei­del­ber­ger Druck­ma­schi­nen AG über­neh­men; und die Fir­ma, einst Teil des deut­schen Wirt­schafts­wun­ders, ist längst zu ei­nem Sa­nie­rungs­fall ver­kom­men.

Der Print­markt schrumpft, vie­le Kun­den wirt­schaf­ten an der Ar­muts­gren­ze und zö­gern mit Auf­trä­gen. Eine Ge­winn­war­nung im Juli ver­schreck­te die An­le­ger, die nun schon seit elf Jah­ren auf eine Di­vi­den­de war­ten; der Ak­ti­en­kurs liegt am Bo­den, als las­te eine ton­nen­schwe­re Bo­gen­off­set­ma­schi­ne auf ihm.

Un­ter­neh­mens­in­si­der zwei­feln, „ob die Fi­nan­zen wet­ter­fest ge­nug sind, um schwe­ren kon­junk­tu­rel­len Stür­men zu trot­zen“ – die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te ist auf 10 Pro­zent ge­presst wor­den. Hin­zu kom­men: Zoff im Auf­sichts­rat und per­so­nel­le Tur­bu­len­zen im Vor­stand. Der be­schla­ge­ne Fi­nanz­chef Dirk Ka­lie­be (53), der noch Kre­di­te auf­trieb, wäh­rend an­de­re schon die Te­le­fon­num­mer des In­sol­venz­ge­richts her­aus­ge­sucht hat­ten, ver­ab­schie­de­te sich, Tech­nik­vor­stand Ste­phan Ple­nz (54) geht Ende Juni 2020.

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