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Die Bahn-Buddies

DEUTSCHE BAHN Finanzer Alexander Doll geriet ins Abseits, weil er seinen Job zu genau nahm.

SCHIE­NEN­FREUN­DE CEO Lutz, Mi­nis­ter Scheu­er, Netz­vor­stand Po­fal­la (v. l.)

Die Er­re­gung war ihm an­zu­mer­ken. Als Bahn-Vor­ste­herRi­chard Lutz (55) vor der Auf­sichts­rats­sit­zung am 7. No­vem­ber vor Mit­glie­dern des Prä­si­di­ums spre­chen soll­te, wirk­te er un­ge­wohnt fah­rig. Of­fen­bar wa­ren ihm die Que­re­len nicht be­kom­men, die er an­ge­zet­telt hat­te. Lutz und sein heim­li­cher Vize, Netz­vor­stand Ro­nald Po­fal­la (60), hat­ten Stim­mung ge­gen Fi­nanz­mann Alex­an­der Doll (49) ge­macht und des­sen Aus­schei­den ver­langt – zu­nächst ver­geb­lich.

Den miss­lie­bi­gen Kol­le­gen sind sie in­zwi­schen zwar los; man­gels Per­spek­ti­ve wähl­te Doll selbst den Aus­gang. Die Af­fä­re aber schwelt wei­ter. Erst jetzt wird in vol­lem Um­fang klar, was Lutz und Po­fal­la ra­di­ka­li­sier­te. Am Ende war es wohl eine Sor­ge: als Her­ren ei­nes zu­tiefst ma­ro­den Kon­zerns ent­tarnt zu wer­den.

Noch Mit­te Sep­tem­ber schien die Welt im Bahn-Tower heil. Vor Kol­le­gen lob­te Lutz die Ar­beit sei­nes Fi­nan­zers Doll. Doch dann kam die Far­ce um Sig­rid Ni­kut­ta (50). Doll ver­wei­ger­te sich ei­nem Ma­nö­ver, das ver­hin­dern soll­te, dass die Che­fin der Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­be (BVG) Gü­ter­vor­stän­din der Bahn wird (sie­he mm 11/​2019). Lutz, der sonst gern den Jo­via­len gibt, warf Doll dar­auf­hin wü­tend Il­loya­li­tät vor. Und plötz­lich stör­te ihn im­mer mehr an dem ei­gen­stän­di­gen Ma­na­ger.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2019.