UNTERNEHMEN

SCHATTEN-SPIELER

KOMMUNIKATIONSBERATER Kaum ein deutscher Konzern kommt noch ohne Spindoktoren und spezialisierte Agenturen aus. Oft bleibt dabei die Wahrheit auf der Strecke. Kontrolle fehlt. Medial verbreitet wird, was opportun erscheint.

KA­KO­FO­NIE: THYS­SEN­KRUPP Beim Ab­gang von Ex-Kon­zern­chef Gui­do Kerk­hoff sorg­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­ra­ter der ver­schie­de­nen Par­tei­en für ein Wirr­warr von Er­zäh­lun­gen

Ver­ant­wort­li­che des kri­seln­den Kon­zerns Thys­sen­krupp ha­ben ge­ra­de ei­nen schau­er­li­chen Rei­gen exis­ten­zi­el­ler Fra­gen zu be­ant­wor­ten: Lässt sich die Selbst­auf­lö­sung des Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens noch ver­hin­dern? Was ist zu tun, da­mit der Stahl eine Zu­kunft hat? Wie be­kom­men wir die Schul­den und Pen­si­ons­las­ten in den Griff?

Vor­stands­che­fin Mar­ti­na Merz (56) scheint in­des eine an­de­re Fra­ge ge­nau­so am Her­zen zu lie­gen: Wie sehe ich per­sön­lich mög­lichst gut aus in dem Füh­rung­s­cha­os, das der Kon­zern seit an­dert­halb Jah­ren bie­tet?

Als sie im Sep­tem­ber vom Auf­sichts­rats­vor­sitz in die ope­ra­ti­ve Ver­ant­wor­tung wech­sel­te und Vor­gän­ger Gui­do Kerk­hoff (52) in die Wüs­te schick­te, hol­te sie sich des­we­gen teu­ren Rat an ihre Sei­te. Statt die Um­stän­de der Ent­schei­dung selbst auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz zu er­klä­ren oder dies den haus­ei­ge­nen Ex­per­ten zu über­las­sen, be­trau­te sie die ex­ter­ne Agen­tur Gau­ly Ad­vi­sors mit der „Ope­ra­ti­on Herbst“.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2019.