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Das Leben des Bryan

AUTONOMES FAHREN Der VW-Konzern muss beim Megatrend der Mobilität vorn mitspielen. Dafür setzen die Wolfsburger 2,6 Milliarden Dollar auf einen Nerd aus Pittsburgh. Kann die Wette aufgehen?

ROBO-MAN Bryan Sal­es­ky ent­wi­ckel­te einst Googles ers­tes selbst­fah­ren­des Auto, den Fi­re­fly. Nun or­ga­ni­siert der Soft­ware­ent­wick­ler mit Argo die Auf­hol­jagd auf sei­nen frü­he­ren Ar­beit­ge­ber.

Volks­wa­gens Robo-Man sitzt an die­sem Mitt­woch­mor­gen bes­tens ge­launt in ei­nem Kon­fe­renz­raum sei­nes Start-ups Argo AI in Pitts­burgh, lacht schal­lend und freut sich über die ei­ge­ne Chuz­pe. Es sei schon „et­was ver­rückt“ ge­we­sen, re­sü­miert Bryan Sal­es­ky (39), vor zwei­ein­halb Jah­ren mit zwei Leu­ten zu Ford zu mar­schie­ren und nach ei­ner Mil­li­ar­de Dol­lar zu fra­gen, um selbst­fah­ren­de Au­tos zu ent­wi­ckeln. Manch­mal fra­ge er sich schon: „Habe ich das wirk­lich ge­macht?“

Der Mann wirkt äu­ßer­lich wie ein Nerd: ein mas­si­ger Typ mit Bril­le und jun­gen­haf­tem Ge­sicht, das ihn wie An­fang 20 wir­ken lässt. Sal­es­ky scheint ehr­lich ver­wun­dert, wie sein Le­ben zu­letzt so ver­lau­fen ist. Für sei­ne In­ves­to­ren ist er fast zum Mes­sias ge­wor­den – Er­in­ne­run­gen an Mon­ty Py­thons „Das Le­ben des Bri­an“ kom­men auf.

In­zwi­schen di­ri­giert Sal­es­ky über 700 Mit­ar­bei­ter aus ei­nem Bü­ro­turm, den Argo in­mit­ten von La­ger­hal­len und frü­he­ren Stahl­fa­bri­ken im Pitts­burg­her Strip District be­zo­gen hat. Ford war nur der An­fang. Im Juli die­ses Jah­res ist auch Volks­wa­gen mit 2,6 Mil­li­ar­den Dol­lar bei Sal­es­ky ein­ge­stie­gen. Ne­ben ei­ner Mil­li­ar­de in Cash ver­traut Wolfs­burg dem Start-up die ei­ge­ne Ent­wick­lungs­ab­tei­lung fürs au­to­no­me Fah­ren an. Im Deal wur­de sie mit 1,6 Mil­li­ar­den Dol­lar be­wer­tet und soll zum eu­ro­päi­schen Argo-Stütz­punkt wer­den.

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