UNTERNEHMEN

„Die Schwächsten müssen ausscheiden“

INTERVIEW Starinvestor Bill Franke über Airlinepleiten, die Zukunft der Billigflieger und die trickreiche Rhetorik der Lufthansa.

FLUG­LOT­SE Bill Fran­ke kam als Sa­nie­rer in die Flug­bran­che. Heu­te baut er lie­ber neue Air­lines auf, als alte zu ret­ten.

Bill Fran­ke (82) gilt als Doy­en der Luft­fahrt. Der Te­xa­ner in­ves­tiert wie kein Zwei­ter in Flug­li­ni­en. Sei­ne Spe­zia­li­tät: Bil­lig­flie­ger in den USA, La­tein­ame­ri­ka und Eu­ro­pa. Fran­ke denkt nicht mal ent­fernt an Ru­he­stand und küm­mert sich statt­des­sen täg­lich ums Ge­schäft. Dazu ge­hört sein Chair­man-Pos­ten bei der un­ga­ri­schen Wizz Air, die sein Pri­va­te-Equi­ty-Fonds In­di­go Part­ners groß ge­macht hat. Da­mit sei­ne Li­ni­en zü­gig wach­sen kön­nen, be­glück­te Bill Fran­ke vor zwei Jah­ren Air­bus mit ei­ner spek­ta­ku­lä­ren Be­stel­lung: 430 Ma­schi­nen auf ein­mal – his­to­ri­scher Re­kord. Zu Spe­ku­la­tio­nen über ei­nen Ein­stieg sei­nes Fonds bei der an­ge­schla­ge­nen Con­dor will Fran­ke nichts sa­gen, alle an­de­ren Fra­gen be­ant­wor­tet er gern und leb­haft.

MM Herr Fran­ke, als ei­ner der größ­ten In­ves­to­ren in Air­lines welt­weit set­zen Sie auf den ewi­gen Boom der Luft­fahrt. Aber zu­min­dest in Eu­ro­pa häu­fen sich die Plei­ten. In die­sem Jahr muss­ten bis­her acht Li­ni­en auf­ge­ben, dar­un­ter der deut­sche Fe­ri­en­flie­ger Ger­ma­nia. Hat die Bran­che ihre bes­ten Zei­ten hin­ter sich?

BILL FRAN­KE Nein, das den­ke ich nicht. Was wir in Eu­ro­pa se­hen, ist eine un­ver­meid­li­che Kon­so­li­die­rungs­wel­le. Die schwächs­ten Markt­teil­neh­mer müs­sen aus­schei­den, da­mit Ü̈ber­ka­pa­zi­tä­ten im Markt ab­ge­baut wer­den kön­nen. Das ha­ben wir be­reits in den USA er­lebt, wo der Kon­so­li­die­rungs­pro­zess deut­lich fort­ge­schrit­ten ist.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2019.