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Mister Universum

LAUREAT 2019 Gravitationswellen galten als Jahrhunderträtsel. Bis es Karsten Danzmann gelang, gemeinsam mit anderen das Unsichtbare zu messen. Nun will er noch ganz andere Fragen lösen.

GROS­SER LAUSCH­AN­GRIFF Phy­si­ker Kars­ten Danz­mann hat die Me­tho­de mit­ent­deckt, die Gra­vi­ta­ti­ons­wel­len mit La­sern in rie­si­gen An­la­gen ver­mes­sen und am Ende hör­bar ma­chen kann

Neben dem No­bel­preis ist die höchs­te Aus­zeich­nung für ei­nen Wis­sen­schaft­ler wohl, wenn sein The­ma als Brief­mar­ke mil­lio­nen­fach ver­brei­tet und da­durch po­pu­lär wird. Kars­ten Danz­mann (64) ist die­se sel­te­ne Ehre zu­teil­ge­wor­den. Bis zum Som­mer schmück­ten Gra­vi­ta­ti­ons­wel­len die Stan­dard­mar­ke für Brie­fe: Danz­manns Le­bens­the­ma.

Schon als Jun­ge habe ihn das Welt­all fas­zi­niert. „In kla­ren Win­ter­näch­ten“, er­in­nert er sich, habe er „mit klam­men Fin­gern“ an den Ein­stell­schrau­ben sei­nes Te­le­skops ge­dreht und fer­ne Ster­ne und Ga­la­xi­en be­staunt.

Be­ruf­lich kam Danz­mann dann in den 90er Jah­ren zur As­tro­phy­sik. Er hat­te ei­nen Vor­trag über La­ser­in­ter­fe­ro­me­trie ge­hal­ten, eine Mess­me­tho­de, mit der er da­mals als Stan­ford-Pro­fes­sor ex­pe­ri­men­tier­te. Ein Zu­hö­rer, Di­rek­tor am Max-Planck-In­sti­tut für Quan­ten­op­tik in Gar­ching bei Mün­chen, bot ihm dar­auf­hin eine Stel­le bei der Eli­te­or­ga­ni­sa­ti­on an. Seit­dem lie­ßen das Welt­all und die un­ge­lös­ten Rät­sel des Uni­ver­sums ihn nicht mehr los.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2019.