WAS MACHT EIGENTLICH ...

Daniela Weber-Rey?

Die ehemalige Governance-Beauftragte der Deutschen Bank hat noch Kapazitäten frei.

Die Frank­fur­ter Ge­sell­schaft für Han­del, In­dus­trie und Wis­sen­schaft war stets ei­ner der no­bels­ten Klubs des Lan­des – und 98 Jah­re lang ein Män­nerzir­kel. Nach­dem per Ge­richts­ur­teil 2017 erst­mals Frau­en als Mit­glie­der zu den Run­den zu­ge­las­sen wur­den, trat Da­nie­la We­ber-Rey (62) bei. Für sie schloss sich ein Kreis: Ihr in­zwi­schen ver­stor­be­ner Va­ter Dolf We­ber, ein pro­mi­nen­ter Frank­fur­ter Rechts­an­walt, trat einst aus dem Ver­ein aus, als sich die Mehr­heit ein­mal ge­gen die Auf­nah­me von Frau­en aus­ge­spro­chen hat­te.

Sei­ne Toch­ter er­klomm 2013 die gro­ße Büh­ne, als die Deut­sche Bank die bis da­hin vor al­lem in Fach­zir­keln be­kann­te Ge­sell­schafts­recht­le­rin von Clif­ford Chan­ce ab­warb. Das galt als Coup, aber auch als Ein­ge­ständ­nis gro­ßer Not. Sie soll­te als Chief Go­ver­nan­ce Of­fi­cer end­lich für mehr Se­rio­si­tät und ei­nen Kul­tur­wan­del des Skan­dal­hau­ses sor­gen. Nach drei Jah­ren war sie wie­der weg. Es pass­te nicht mehr mit der neu­en Füh­rungs­mann­schaft.

Ein Trau­ma scheint die schnel­le Tren­nung nicht hin­ter­las­sen zu ha­ben: „Für mich war es be­ruf­lich ge­se­hen eine au­ßer­or­dent­lich span­nen­de und be­frie­di­gen­de Zeit.“ Bis heu­te pflegt die Frank­reich-Lieb­ha­be­rin, die mit ei­nem Deutsch-Fran­zo­sen ver­hei­ra­tet ist, ihre Freund­schaft mit der da­ma­li­gen Rechts­vor­stän­din Syl­vie Ma­the­rat (57), mit der sie auch über den Mer­ton-Kreis ver­bun­den ist, ein wei­te­res Netz­werk mit Sitz in Frank­furt und pi­kan­ter­wei­se eine rei­ne Frau­en­run­de.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2019.