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Au revoir

DAIMLER Die Allianz mit Renault läuft auf ihr Ende zu.

CHA­RAK­TER­DAR­STEL­LER Daim­ler-Chef Die­ter Zet­sche (l.) und Ex-Re­nault-Nis­san-Boss Car­los Ghosn in­sze­nier­ten ihre Auf­trit­te auf Mes­sen

Die ge­mein­sa­men Auf­trit­te vonDie­ter Zet­sche (65) und Car­los Ghosn (64) gli­chen jah­re­lang ei­ner Come­dy. Ein­mal im Jahr stell­ten sich die Kon­zern­bos­se von Daim­ler und Re­nault-Nis­san auf ei­ner Au­to­mo­bil­mes­se der Öffent­lich­keit, und re­gel­mä­ßig ka­lau­er­ten sie sich durch die Fra­ge­stun­de. Die be­glei­ten­den Pres­se­tex­te be­ju­bel­ten eine Zu­sam­men­ar­beit, die im­mer „wei­ter Fahrt“ auf­nahm, „ver­tieft“ oder „in­ten­si­viert“ wur­de. Das Ein­zi­ge, was der Car­los-&-Die­ter-Show zur Per­fek­ti­on fehl­te, war eine Pri­se Dra­ma.

Die kommt nun gleich in er­höh­ter Do­sis ins Spiel. Mit Car­los Ghosn sitzt ei­ner der Prot­ago­nis­ten in To­kio im Ge­fäng­nis. Der Nis­san-Kon­zern wirft dem ent­las­se­nen Chef vor, sei­ne Be­zü­ge bei dem Un­ter­neh­men vie­le Jah­re lang zu nied­rig an­ge­ge­ben und Fir­men­gel­der ver­un­treut zu ha­ben – was Ghosn ve­he­ment be­strei­tet. Der an­de­re, Die­ter Zet­sche, steht nach 13 Jah­ren an der Daim­ler-Spit­ze kurz vor der Ab­lö­sung durch Ola Käl­le­ni­us (49). Und die Ko­ope­ra­ti­on der bei­den Al­pha­män­ner? Droht im neun­ten Jahr zu Ende zu ge­hen.

„Es wird der­zeit ge­prüft, wie be­last­bar das Gan­ze ist“, heißt es in­tern in Stutt­gart. Die Zu­sam­men­ar­beit, sie wird aus­lau­fen wie eine alte Be­kannt­schaft, wenn man sich nichts mehr zu sa­gen hat. Of­fi­zi­ell be­strei­tet Daim­ler das: „Die Ko­ope­ra­ti­on ent­wi­ckelt sich gut. Wir sind zu­frie­den und se­hen ak­tu­ell kei­nen Grund für Ver­än­de­rung“, teil­te das Un­ter­neh­men mit. Doch seit ei­ni­ger Zeit wer­den kei­ne neu­en Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jek­te mehr auf­ge­setzt. Und als der Auf­sichts­rat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung über Chan­cen und Ri­si­ken der Al­li­anz dis­ku­tier­te, war das Er­geb­nis er­nüch­ternd.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.