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„Massiv unter Druck“

ABB CEO Spiesshofer sagt, warum der Verkauf der Netzsparte die Börse kaltlässt.

DAU­ER­OP­TI­MIST Für ABB-Chef Spiess­ho­fer ist im­mer al­les lo­gisch

Jah­re­lang zank­ten sich der Schwa­be Ul­rich Spiess­ho­fer (54), Chef des größ­ten Schwei­zer In­dus­trie­kon­zerns ABB, und sei­ne ak­ti­vis­ti­schen Ak­tio­nä­re um den schwe­di­schen Fonds Ce­vi­an, was man mit den wachs­tums- und er­trags­schwa­chen Strom­net­zen an­fan­gen sol­le. Vor gut zwei Jah­ren box­te Spiess­ho­fer den Ver­bleib der Spar­te im Kon­zern durch. Kurz vor Weih­nach­ten dann die über­ra­schen­de Wen­de: Das Ge­schäft und mit ihm ein Vier­tel des Um­sat­zes wird an Hit­a­chi aus Ja­pan ver­kauft.

MM Herr Spiess­ho­fer, seit Jah­ren ha­ben Sie die Strom­netz­spar­te ge­gen alle An­grif­fe ver­tei­digt, sie sei in­te­gra­ler Be­stand­teil der ABB. Jetzt ver­kau­fen Sie das Ge­schäft. Wo­her der Ge­sin­nungs­wan­del?

UL­RICH SPIESS­HO­FER Die­ser Schritt ist die lo­gi­sche Fort­set­zung un­se­rer Stra­te­gie. Seit Jahr­zehn­ten bau­en wir bei der ABB, die his­to­risch stark im In­fra­struk­tur­ge­schäft ver­an­kert war, vor al­lem das In­dus­trie­ge­schäft aus. Jetzt, wo wir die Strom­net­ze zu­rück auf die Er­folgs­spur ge­bracht und zu ei­nem Tech­no­lo­gie­füh­rer aus­ge­baut ha­ben, ver­kau­fen wir aus ei­ner Po­si­ti­on der Stär­ke und fo­kus­sie­ren uns auf die di­gi­ta­le In­dus­trie.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.