NAMEN UND NACHRICHTEN

Zweite Chance

TENGELMANN Christian Haub reißt nun doch die Macht an sich.

DREI­GE­STIRN Ein Foto aus al­ten Ta­gen (2009, v. l.: Karl-Eri­van, Ge­org und Chris­ti­an Haub ) – da­mals hat­te der in­zwi­schen ver­schol­le­ne Karl-Eri­van das Sa­gen

Chris­ti­an Haub (54) ist ein aus­ge­spro­chen sym­pa­thi­scher Mann: zu­rück­hal­tend im Ge­spräch, stets mit ei­nem Lä­cheln auf den Lip­pen, im­mer um das Wohl sei­ner Mit­ar­bei­ter be­müht. Nur ei­nes ist der Ten­gel­mann-Erbe nicht: ein be­gna­de­ter Un­ter­neh­mer. Den US-Le­bens­mit­tel­fi­lia­lis­ten A&P, den die Haubs einst ge­kauft hat­ten, di­ri­gier­te Chris­ti­an 2010 in die Plei­te. Die Lei­tung des deut­schen Han­dels­kon­zerns über­ließ er sei­nem Bru­der Karl-Eri­van Haub und küm­mer­te sich selbst in den letz­ten Jah­ren haupt­säch­lich um das ame­ri­ka­ni­sche Im­mo­bi­li­en­ver­mö­gen der Sip­pe.

Dann ver­schwand Karl-Eri­van im April 2018 wäh­rend ei­ner Ski­tour in den Al­pen, sein Leich­nam wur­de bis heu­te nicht ge­fun­den. Das Un­ter­neh­men war füh­rungs­los, Chris­ti­an muss­te über­neh­men.

Die Auf­ga­be trau­te sich der neue Fir­men­chef an­fangs selbst nicht recht zu, je­den­falls kann man das ver­mu­ten, weil er mit sei­ner Fa­mi­lie im ame­ri­ka­ni­schen Green­wich blei­ben woll­te. Das ope­ra­ti­ve Ge­schäft in der Mül­hei­mer Zen­tra­le soll­te ein ex­ter­ner Ma­na­ger er­le­di­gen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.