NAMEN UND NACHRICHTEN

Goldmans Rache

FRAPORT Der Flughafenbetreiber wird von einem Schmiergeldskandal eingeholt.

KEILT ZURÜCK Im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler Ardi Gold­man

Es sah al­les so gut aus. 2004 trat der da­ma­li­ge Fra­port-Vize Man­fred Schölch (76) vor die Pres­se und ließ sich fei­ern. Der Frank­fur­ter Flug­ha­fen war ge­ra­de zum bes­ten Fracht­dreh­kreuz der Welt ge­kürt wor­den. In Eu­ro­pa hat­te er mit ei­nem Wa­ren­um­schlag von 1,65 Mil­lio­nen Ton­nen Lon­don-He­a­throw ab­ge­hängt und mach­te sich auf den Weg an die glo­ba­le Spit­ze. Die Ver­mark­tung ei­nes rie­si­gen Are­als, das die ame­ri­ka­ni­sche Luft­waf­fe zu­rück­ge­ge­ben hat­te, ver­sprach ge­wal­ti­ges Po­ten­zi­al.

Was dann ge­schah, hat zwar tat­säch­lich viel Geld in die Kas­sen des Flug­ha­fen­be­trei­bers ge­spült, aber auch für ei­nen ge­wal­ti­gen Skan­dal ge­sorgt. Bei der Ver­ga­be der Grund­stü­cke hat­te der frü­he­re Fra­port-Mit­ar­bei­ter Vol­ker An­to­ni bis 2008 meh­re­re Mil­lio­nen Euro Schmier­geld kas­siert. Ende 2015, An­to­ni war be­reits ver­stor­ben, wur­de ein il­lus­trer Kreis aus Im­mo­bi­li­en­ent­wick­lern und Mak­lern um Jür­gen Har­der (59), Le­bens­part­ner von Schwimm­le­gen­de Fran­zi van Alm­sick (40), und die Lo­kal­grö­ße Ardi Gold­man (56) we­gen Be­ste­chung ver­ur­teilt. Nur ei­ner kam un­ge­scho­ren da­von: Fra­port. Doch das könn­te sich nun än­dern.

Fra­port hat Gold­man auf Scha­dens­er­satz in Höhe von rund 15 Mil­lio­nen Euro ver­klagt. Der Pro­zess soll im Fe­bru­ar vor dem Land­ge­richt Frank­furt be­gin­nen. Recht­zei­tig vor dem Auf­takt sorgt der da­mals zu zwei Jah­ren und acht Mo­na­ten Frei­heits­stra­fe ver­ur­teil­te Im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler je­doch bei Fra­port für eine böse Über­ra­schung. Er hat eine Wi­der­kla­ge ein­ge­reicht.

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