DIE ÖKONOMIE DES ...

Handels­kriegs

Trump hat die erste Runde gegen China gewonnen. Gerade deshalb ist es Zeit für den Friedensdeal.

Die­ser Tweet dürf­te in die Ge­schich­te ein­ge­hen: „Han­dels­krie­ge sind gut und ein­fach zu ge­win­nen“, zwit­scher­te Do­nald Trump, be­vor er ers­te Straf­zöl­le ge­gen Chi­na ver­häng­te: „It's easy.“

Ziem­lich ge­nau ein Jahr spä­ter ist der leich­te Part vor­über. Wa­shing­ton und Pe­king müs­sen in den nächs­ten Wo­chen ei­nen Kom­pro­miss fin­den, sonst folgt die mas­si­ve Aus­wei­tung der Kampf­zo­ne: Der Straf­zoll von 10 Pro­zent, der seit Sep­tem­ber für eine lan­ge Lis­te chi­ne­si­scher Wa­ren gilt, steigt An­fang März au­to­ma­tisch auf 25 Pro­zent. Ins­ge­samt die Hälf­te al­ler chi­ne­si­schen Ex­por­te in die USA wä­ren dann mit die­sem Satz be­las­tet. Chi­nas Ver­gel­tung käme wohl prompt. Die Es­ka­la­ti­on die­ses Kon­flikts ist das welt­wirt­schaft­li­che Groß­ri­si­ko 2019.

Nüch­tern be­trach­tet wäre jetzt der per­fek­te Mo­ment für Trump, sich als er­folg­rei­cher Deal­ma­ker zu in­sze­nie­ren. Selbst sei­ne Kri­ti­ker ge­ste­hen ihm ja zu, dass es rich­tig ist, von Pe­king mehr markt­wirt­schaft­li­ches Fair Play zu ver­lan­gen. Der Han­dels­krieg hat der US-Kon­junk­tur zu­nächst we­nig ge­scha­det, wäh­rend Chi­nas Wirt­schaft schwä­chelt (sie­he hier). „Sie ste­hen un­ter Druck (... ) un­se­re Bör­sen stei­gen, ihre kol­la­bie­ren“, konn­te Trump noch im Sep­tem­ber tö­nen. Mitt­ler­wei­le häu­fen sich die Mi­nus­zei­chen al­ler­dings auch auf der ame­ri­ka­ni­schen Sei­te. Die Wall Street hat den mie­ses­ten De­zem­ber seit 1931 hin­ter sich.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.