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Massenhaft Verluste

AUTOBRANCHE Strenge Abgasgesetze, hohe Kosten, kein Wachstum – Europa ist derzeit der härteste Markt der Welt. Bei Ford neigt sich die Geduld dem Ende zu.

GUTE ALTE ZEIT Das Ca­pri Coupé war in den 70er Jah­ren be­gehrt (hier in der US-Ver­si­on), heu­te fehlt der Mar­ke in Eu­ro­pa ein Image­trä­ger

Jeden Diens­tag be­tritt Ste­ven Arm­strong (54) ei­nen Raum, der de­pri­mie­ren­der kaum sein könn­te. MD 2/​D04-A des Ford Ent­wick­lungs­zen­trums in Köln-Mer­ke­nich ist schmuck- und fens­ter­los wie ein Bun­ker, nur dass Aus­dru­cke an den Wän­den hän­gen, die statt Front­ver­läu­fen alar­mie­ren­de Ver­kaufs­zah­len, Fie­ber­kur­ven und Tor­ten­dia­gram­me zei­gen; es geht um Stär­ken und Schwä­chen der Kon­kur­ren­ten, um die nach­ge­frag­tes­ten Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten, sol­che Sa­chen. Von hier aus or­ga­ni­siert Ford-Eu­ro­pa-Chef Arm­strong den Über­le­bens­kampf in Eu­ro­pa.

Denn dar­um han­delt es sich, da macht sich nie­mand et­was vor bei dem Au­to­her­stel­ler, der zu den größ­ten welt­weit ge­hört, aber auf dem al­ten Kon­ti­nent be­triebs­wirt­schaft­lich zu den schwächs­ten. Ver­gan­ge­nes Jahr über­leg­te Ford so­gar, das ge­sam­te Eu­ro­pa-Ge­schäft zu schlie­ßen oder ab­zu­ge­ben, so wie GM das mit Opel vor­ge­macht hat.

„In der zwei­ten Jah­res­hälf­te ha­ben wir uns alle Op­tio­nen an­ge­se­hen“, sagt Arm­strong. Die US-Toch­ter fährt in Eu­ro­pa exis­tenz­be­dro­hen­de Ver­lus­te ein. Al­lein im zwei­ten und drit­ten Quar­tal be­läuft sich das Mi­nus auf ins­ge­samt mehr als 300 Mil­lio­nen US-Dol­lar.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.