UNTERNEHMEN

Böse Bärchen

HARIBO Verfehlte Geschäftsziele, flüchtende Spitzenmanager, abstürzendes Image – der Süßwarenhersteller steckt in Schwierigkeiten. Offenkundig arbeitet der Konzern auch mit dubiosen Methoden. Verspielt der Inhaber Hans Guido Riegel das Lebenswerk seines legendären Onkels?

Hans Gui­do Rie­gel kann ge­le­gent­lich schlag­fer­tig sein. Als der SPIEGEL den In­ha­ber und Chef des Frucht­gum­mi­her­stel­lers Ha­ri­bo vor we­ni­gen Mo­na­ten frag­te, wann er denn ge­den­ke auf­zu­hö­ren, blieb er cool und pa­rier­te: „Ich hof­fe, le­bend.“ On­kel Hans hat das nicht ge­schafft. „Mr. Ha­ri­bo“ ver­starb mit 90 Jah­ren im Dienst an der sü­ßen Sa­che.

Seit­her hat sich bei Ha­ri­bo viel ver­än­dert. Die Zah­len sind schlech­ter ge­wor­den. Das Spit­zen­per­so­nal flüch­tet. Und Hans Gui­do Rie­gel (53) spielt mit dem Ruf des Un­ter­neh­mens. Ha­ri­bo steht im Ver­dacht, im Um­gang mit Ge­set­zen und Ge­schäfts­part­nern zu trick­sen.

Der Mann, der das be­haup­tet, sitzt in ei­nem Ho­tel in Dub­lin und sta­pelt Un­ter­la­gen auf ei­nem Tisch: Ver­trä­ge, in­ter­ne E-Mails, Brie­fe, Ton­band­auf­zeich­nun­gen. Blatt für Blatt sol­len die Do­ku­men­te be­wei­sen, wie Ha­ri­bo ihn hin­ter­gan­gen, mit fal­schen In­for­ma­tio­nen ver­sorgt und so­gar den Fis­kus ge­prellt hat. Es geht um falsch de­kla­rier­te Pro­duk­te. Und um Ma­na­ger, die an­schei­nend we­nig Skru­pel, aber umso mehr Rü­cken­de­ckung von ganz oben ha­ben. Teil­wei­se wur­den die Ver­ant­wort­li­chen so­gar be­för­dert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.