MAGISCHES VIERECK

Die Spaltung Europas

Schicksalsjahr 2019: Die EU steht vor historischen Entscheidungen. Um ihre innere Zerrissenheit zu überwinden, braucht es vor allem Investitionen.
Von Henrik Müller

Eigent­lich gibt es drei Eu­ro­pas. Im ers­ten sind die Bür­ger ziem­lich zu­frie­den mit der Lage in ih­rem je­wei­li­gen Land und den Aus­sich­ten für die Zu­kunft. Das Ver­trau­en in Ver­wal­tung, Po­li­zei und Jus­tiz ist re­la­tiv hoch. Es sind Län­der wie Dä­ne­mark, Schwe­den, Öster­reich oder die Nie­der­lan­de. Auch Deutsch­land be­fin­det sich dar­un­ter.

Im zwei­ten Eu­ro­pa herrscht Düs­ter­nis. Die Bür­ger sind un­zu­frie­den mit der Lage und pes­si­mis­tisch im Hin­blick auf die Zu­kunft. Sie miss­trau­en ih­ren staat­li­chen In­sti­tu­tio­nen. Zu die­sem Teil zäh­len vie­le süd- und süd­ost­eu­ro­päi­sche Staa­ten, dar­un­ter Ita­li­en und Spa­ni­en.

Da­zwi­schen liegt ein drit­tes Eu­ro­pa, be­ste­hend aus ziem­lich un­ter­schied­li­chen Län­dern: etwa Frank­reich, mit ei­ner aus­ge­spro­chen pes­si­mis­ti­schen Be­völ­ke­rung, aber re­la­tiv gro­ßem Ver­trau­en in die staat­li­chen In­sti­tu­tio­nen, so­wie die il­li­be­ra­len, aber öko­no­misch er­folg­rei­chen De­mo­kra­ti­en Po­len und Un­garn, wo es ge­nau um­ge­kehrt ist.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.