VORSICHT, GLAS!

Hipster­stoff von Außenseitern

Ein Franzose in den USA, eine Georgierin allein auf weiter Flur – und eine Widerstandskämpferin.
Von Jan Konetzki

SUR­VI­VAL KID Athé­naïs de Béru macht zur Not auch aus Trau­ben von an­de­ren Win­zern tol­len Wein

1 ZUM ENT­DE­CKEN

DER WIL­DE AUS WA­SHING­TON

Die­se Wei­ne ha­ben ge­ra­de Kult­sta­tus. Je­des Jahr wer­den nur 300 Kis­ten pro­du­ziert. Chris­to­phe Ba­ron kommt aus der Cham­pa­gne, ist als Wein­ma­cher um die Welt ge­reist. Als Prak­ti­kant in Aus­tra­li­en ha­ben sie ihn Bio­nic Frog ge­nannt. Im Staat Wa­shing­ton fand er ein Stück Land mit kar­tof­fel­gro­ßen Stei­nen, schwer zu be­wirt­schaf­ten. An­fangs wur­de er be­lä­chelt als ers­ter bio­dy­na­mi­scher Win­zer, nun nicht mehr. An­de­re Win­zer folg­ten, nun ist Wal­la Wal­la das Napa Val­ley des Nor­dens. Das Kli­ma ist gut für Rot­wei­ne, warm am Tag, nachts kühl. In­zwi­schen liest der Meis­ter die Trau­ben frü­her, das gibt den Wei­nen mehr Fri­sche – statt des sehr in­ten­si­ven Stils, der ihn vor zehn Jah­ren be­rühmt mach­te. Die Wei­ne sind jetzt trink­ba­rer. Mit so viel Frucht, En­er­gie und Rau­chig­keit ist der 2008er Sy­rah ein Klas­si­ker zu Schmor­bra­ten und ide­al zu Ente à l'Or­an­ge. Wenn man ihn be­kommt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2019.