NAMEN UND NACHRICHTEN

Flimmern und Rauschen

PROSIEBENSAT.1 Deutschlands größter Senderkonzern zeigt Auflösungserscheinungen.

GET THAT SHIT DONE CEO Max Con­ze mal­trä­tiert sei­ne Un­ter­ge­be­nen mit der­ben Sprü­chen

Seit der ehe­ma­li­ge Staub­sau­ger­ver­käu­fer Max Con­ze (49) aus Bie­le­feld ver­gan­ge­nes Früh­jahr die Spit­ze von Pro­Sie­ben­Sat.1 er­klomm, in­sze­niert er sich als Ma­cher und Dis­rup­tor. Mit weit aus­grei­fen­der Ges­tik und za­cki­gem Ton, wei­ße Turn­schu­he an sei­nen Fü­ßen, de­kla­miert der Sohn ei­nes Be­rufs­of­fi­ziers Sät­ze wie: „Ich lie­be Trans­for­ma­ti­on“ oder auch: „Wir müs­sen in die Zu­kunft sprin­gen – und das mit mehr En­er­gie.“

Am „Groß den­ken!“ – noch so ein Con­ze-Mot­to – fehlt es dem Bran­chen­neu­ling nicht. Da­für al­ler­dings umso mehr am Sinn für die Fein­hei­ten und Rea­li­tä­ten des Ge­schäfts mit Film und Fern­se­hen und für des­sen Ma­cher, wie di­ver­se Pro­Sie­ben­Sat.1-Top­ma­na­ger be­kla­gen. In­hou­se-Ex­per­ten bei Ent­schei­dun­gen ein­zu­be­zie­hen hält Con­ze viel­fach für über­flüs­sig. Statt­des­sen be­en­det er E-Mails gern mit der GTSD-For­mel (für: „Get that shit done!").

Mit die­sem Ha­bi­tus brach­te der neue Chef bin­nen Mo­na­ten wei­te Tei­le des Top­ma­nage­ments ge­gen sich auf. Wer kann, der geht – und das in Zei­ten, in de­nen das Un­ter­neh­men nach ei­ner Ge­winn­war­nung im No­vem­ber oh­ne­hin schwach da­steht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.