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Go, Johnny, go!

DEUTSCHE TELEKOM CEO Timotheus Höttges setzt in den USA alles auf eine Karte.

SA­LES­MAN T-Mo­bi­le-US-CEO John Le­ge­re schläft ab­sichts­voll im „Trump Ho­tel“

John Le­ge­re (60) ist ein be­gna­de­ter Ver­füh­rer. Ob Kun­den, Mit­ar­bei­ter oder sei­ne sechs Mil­lio­nen Twit­ter-Fol­lo­wer – der CEO der Te­le­kom-Toch­ter T-Mo­bi­le US er­zählt dem Pu­bli­kum stets ge­nau die Ge­schich­te, die es hö­ren möch­te.

Der­zeit muss er sich in eine be­son­ders schwie­ri­ge Ziel­grup­pe ein­füh­len: Po­li­ti­ker und Be­am­te. Le­ge­re und Te­le­kom-Chef Ti­mo­theus Hött­ges (56) wol­len T-Mo­bi­le mit dem Kon­kur­ren­ten Sprint ver­schmel­zen, ge­mein­sam ent­stün­de die Num­mer drei auf dem US-Markt. Dazu be­nö­ti­gen sie die Zu­stim­mung des US-Jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums und der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­hör­de FCC. Und die ist kei­nes­wegs si­cher. Meh­re­re Kon­gress­ab­ge­ord­ne­te ha­ben Be­den­ken an­ge­mel­det und ver­su­chen, die Be­hör­den ent­spre­chend zu be­ein­flus­sen.

Ein Schei­tern wäre ein De­sas­ter für die Te­le­kom. T-Mo­bi­le US ist ihr wich­tigs­ter Um­satz­brin­ger, Hött­ges hat die Fu­si­on müh­sam mit Ma­sayo­shi Son (61) aus­ge­han­delt, dem Chef der Sprint-Mut­ter Soft­bank. „Ei­nen ech­ten Plan B gibt es nicht“, heißt es in sei­nem Um­feld. Die US-Toch­ter wür­de ih­ren Wachs­tums­kurs al­lein fort­set­zen, um­satz­mä­ßig weit ent­fernt von den Markt­füh­rern AT&T und Ve­ri­zon. Die Te­le­kom müss­te sich wei­ter ver­schul­den, um etwa den Netz­aus­bau zu fi­nan­zie­ren – ohne Aus­sicht auf Ska­lie­rung des Ge­schäfts.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.