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Leerer Stuhl

CONTI Der Zulieferer wird aus der Ferne kontrolliert.

BE­HARR­LICH Die Scha­eff­le­rin will Auf­se­he­rin blei­ben

Sie­ben­und­sieb­zig Jah­re alt ist Ma­ria-Eli­sa­beth Scha­eff­ler-Thu­mann, ihre Ak­ti­en­pa­ke­te an den Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rern Scha­eff­ler und Con­ti­nen­tal ma­chen sie zu ei­ner der reichs­ten Frau­en Deutsch­lands. Doch los­las­sen will sie nicht. Wenn die Con­ti-Ak­tio­nä­re am 26. April ihre Ver­tre­ter im Auf­sichts­rat wäh­len, wird die Scha­eff­le­rin wie­der zu den Kan­di­da­ten ge­hö­ren.

Auch wenn sie ge­mein­sam mit ih­rem Sohn Ge­org (54) 46 Pro­zent der Con­ti-Ak­ti­en hält, war es ei­ni­gen an der Kon­zern­spit­ze nicht wohl mit der Kan­di­da­tur. Denn Ma­ria-Eli­sa­beth Scha­eff­ler bleibt den Auf­sichts­rats­sit­zun­gen seit rund an­dert­halb Jah­ren fern, und das bei Con­ti wie Scha­eff­ler, meist der an­ge­schla­ge­nen Ge­sund­heit we­gen. Sie ließ sich, sagt man in Han­no­ver, re­gel­mä­ßig in­for­mie­ren; sie war auch mal per Te­le­fon zu­ge­schal­tet und gab ihre Vo­ten über Auf­sichts­rats­chef Wolf­gang Reitz­le (69) ab. An­we­send in­des war sie nicht.

Ob sich Ma­ria-Eli­sa­beth Scha­eff­ler ih­ren Mit­ak­tio­nä­ren auf der Haupt­ver­samm­lung in Han­no­ver per­sön­lich prä­sen­tie­ren wird, gilt als un­ge­wiss. Wie­der­ge­wählt wer­den könn­te sie laut Ak­ti­en­recht auch in Ab­we­sen­heit; und eine Al­ters­gren­ze für Kon­trol­leu­re hat Con­ti seit Jah­ren nicht mehr. Die­sen Ver­stoß ge­gen den Cor­po­ra­te-Go­ver­nan­ce-Ko­dex be­grün­det Auf­sichts­rats­chef Reitz­le da­mit, ein „so pau­scha­les Kri­te­ri­um“ wie das Al­ter sei nicht an­ge­mes­sen, um die Qua­li­fi­ka­ti­on von Kon­trol­leu­ren zu be­wer­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.