DIE ÖKONOMIE DER ...

Euro-Migration

Die EU zofft sich um Flüchtlingsquoten. Der Osten blockiert, weil er selbst an einem Exodus leidet.    
Von Christian Schütte

Nie zu­vor gab es eine Wan­de­rung, die „in Tem­po, Aus­maß und Dau­er­haf­tig­keit“ ver­gleich­bar war, schrie­ben die Öko­no­men des In­ter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds (IWF) 2016 in ei­nem gro­ßen Re­port. Ge­meint wa­ren nicht die Men­schen, die zu der Zeit in Mil­lio­nen­stär­ke aus Län­dern wie Sy­ri­en und Af­gha­nis­tan flo­hen. Die Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler be­schrie­ben den Treck von Ost nach West, der Eu­ro­pa nach dem Fall der Mau­er um­sor­tiert hat.

Etwa 20 Mil­lio­nen Men­schen, über 5 Pro­zent der Be­völ­ke­rung, ha­ben seit­her den frü­he­ren Ost­block ver­las­sen, so die IWF-Schät­zung. Aus Süd­ost­eu­ro­pa, zum Bei­spiel aus Län­dern wie Bul­ga­ri­en und Ru­mä­ni­en, ging so­gar je­der Sechs­te weg. Der Mi­gra­ti­ons­zoff, der die EU heu­te spal­tet, er­wächst auch aus die­ser Er­fah­rung: Für die Wirt­schaft im Wes­ten wa­ren die Zu­wan­de­rer ein Ge­schenk – für die Da­heim­ge­blie­be­nen im Os­ten ist der Exo­dus trau­ma­tisch.

Bei der Eu­ro­pa­wahl im Mai müs­se man die „In­ter­na­tio­na­lis­ten“ stop­pen, die ihre Ge­bur­ten­lü­cke durch Zu­wan­de­rung schlie­ßen woll­ten, for­dert Un­garns Pre­mier Vik­tor Or­bán: Dem Na­tio­na­lis­ten geht es vor al­lem um die De­mo­gra­fie. Die Un­garn sol­len in Un­garn blei­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.