UNTERNEHMEN

DER BESTE ODER NICHTS

RENÉ BENKO Der österreichische Selfmademilliardär ordnet die deutsche Warenhauswelt neu. Er mischt Europas Immobilienmarkt auf und steigt ins Mediengeschäft ein. Wer ist dieser 41-Jährige, der aus einfachen Tiroler Verhältnissen stammt? Die Nahaufnahme eines rastlosen Schwerstarbeiters.

EIN MANN, EIN ZIEL René Ben­ko hat sich bin­nen zwei Jahr­zehn­ten zum Im­mo­bi­li­en- und Ein­zel­han­dels­ty­coon hoch­ge­ar­bei­tet

Deutsch­land schlepp­te sich durch die letz­te Ja­nu­ar­wo­che, als René Ben­ko (41) in sei­nen Bü­ro­turm Up­per West am Ber­li­ner Ku'damm lud. Die Füh­rung sei­ner Un­ter­neh­mens­hol­ding Si­gna und der Vor­stand der Ge­werk­schaft Ver­di tra­fen sich zum abend­li­chen Spit­zen­ge­spräch, es ging um die Zu­kunft von Kar­stadt und Kauf­hof, bei­des in­zwi­schen im Be­sitz Ben­kos. Das Tref­fen dau­er­te mehr als acht Stun­den, bis nach zwei Uhr mor­gens. We­nig über­ra­schend, dass es kei­ne Ei­ni­gung gab. Die Ge­werk­schafts­bos­se Frank Bsirs­ke (67) und Ste­fa­nie Nut­zen­ber­ger (55) op­po­nier­ten pflicht­ge­mäß ge­gen den an­ste­hen­den Per­so­nal­ab­bau und die ge­plan­ten Ta­rif­kür­zun­gen.

Im An­schluss an die Ma­ra­thon­sit­zung leg­ten sich Ben­kos Top­ma­na­ger schla­fen. Nicht so er selbst. Er setz­te sich an sei­nen Schreib­tisch, fass­te schrift­lich das Ge­spräch zu­sam­men und über­leg­te, wie er Ver­di doch von sei­nem Vor­ha­ben über­zeu­gen könn­te. Um halb vier in der Früh hat­ten sei­ne Mit­ar­bei­ter in ih­ren Post­fä­chern die Mails des Chefs mit To-do-Lis­ten. Und um sie­ben Uhr mor­gens saß Ben­ko schon wie­der im Büro.

Der Mann eilt, nein: er hetzt durch sein Un­ter­neh­mer­le­ben. Er packt an, was an­de­re nicht schaf­fen oder wor­an sie sich gar nicht erst her­an­trau­en. Und fast im­mer hat er Er­folg. An­fangs be­geg­ne­te ihm Skep­sis, dann Neid. In­zwi­schen aber neigt sich die Waa­ge zu­guns­ten sei­ner Be­wun­de­rer.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.