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GESICHTS­VERLUST

FACEBOOK Sheryl Sandberg machte das Start-up zu einem der mächtigsten Konzerne der Welt – und sich selbst zur Ikone modernen Managements. Jetzt droht sie an ihrer Unfähigkeit zur Selbstkritik zu scheitern.

GEFÄLLT MIR NICHT Face­book-COO She­ryl Sand­berg stol­pert von Skan­dal zu Skan­dal

Es geht um Ver­trau­en an die­sem Sonn­tag­nach­mit­tag Ende Ja­nu­ar. Wie ge­winnt, wie ver­liert man es? Die Ox­ford-Öko­no­min Ra­chel Bots­man (41), eine Ex­per­tin in Sa­chen „Trust“, spricht in Mün­chen auf der Büh­ne der Di­gi­tal­kon­fe­renz DLD. Das Pu­bli­kum hängt an ih­ren Lip­pen, ob­wohl sie schein­bar ba­na­le Wahr­hei­ten ver­kün­det: Trans­pa­renz rei­che nicht, es brau­che Zu­ver­läs­sig­keit, Em­pa­thie und In­te­gri­tät, um den lä­dier­ten Ruf ei­ner Or­ga­ni­sa­ti­on zu re­pa­rie­ren. Die Füh­rung müs­se kon­se­quent um­set­zen, was sie ver­spre­che.

Es war ein dia­bo­li­scher Zug der Gast­ge­be­rin Stef­fi Czer­ny (64), Bots­mans Vor­trag ge­nau vor den Auf­tritt von „my dear fri­end“ (Czer­ny) She­ryl Sand­berg (49) zu le­gen.

Die war­tet an der Sei­te schon auf ih­ren Ein­satz. Der Saal ist rand­voll, die Luft dünn. Spä­tes­tens als Bots­man das Pu­bli­kum vor die Wahl zwi­schen Uber, Ama­zon und Face­book stellt ("Wem ver­trau­en Sie am meis­ten?"), ist klar, dass Sand­berg hier, an­ders als in frü­he­ren Jah­ren, kaum noch Fans hat. Die paar Hän­de, die für Face­book klat­schen, wit­zelt Bots­man, sei­en wohl alle Teil von „She­ryls“ En­tou­ra­ge.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.