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NEBEN DER SPUR

DEUTSCHE BAHN Lamento statt Leadership – Vorstandschef Richard Lutz findet keinen Weg aus der Krise. Seine Minireformen fördern weiteres Missmanagement sogar noch.

PO­LIT­BAHN­HOF Bei der Vor­stands­kür ist die Eig­nung ne­ben­säch­lich (v. l.): Alex­an­der Doll (Fi­nan­zen, Lo­gis­tik), Mar­tin Sei­ler (Per­so­nal), Ri­chard Lutz (CEO), Sa­bi­na Jeschke (Tech­nik), Ro­nald Po­fal­la (Netz), Bert­hold Hu­ber (Per­so­nen­bahn)

Die Bahn birgt zahl­rei­che Mys­te­ri­en. Etwa das Ge­heim­nis, war­um so vie­le Züge schon ver­spä­tet star­ten. Vor gut drei Jah­ren be­schloss der Vor­stand, das Rät­sel zu lö­sen. An wich­ti­gen Ver­kehrs­kno­ten wur­den zu­sätz­li­che Mess­punk­te ein­ge­rich­tet, vom Werks­tor bis zum ers­ten Bahn­hof. Ein be­acht­li­cher Auf­wand – und ziem­lich nutz­los, wie sich jetzt her­aus­stellt. Eine ver­trau­li­che Auf­sichts­rats­un­ter­la­ge vom ver­gan­ge­nen Jahr kon­sta­tiert das Schei­tern: Zwei von fünf Mess­punk­ten hät­ten kei­ne ver­läss­li­chen Da­ten ge­lie­fert.

Eine spä­te Er­kennt­nis, nach Jah­ren der Sam­me­lei. Und eine Schlap­pe für Bahn-Chef Ri­chard Lutz (54). Hat­te der doch froh­lockt, sei­ne Mit­ar­bei­ter jag­ten „je­der ver­lo­re­nen Mi­nu­te“ nach. Nun ist klar: Die Jä­ger ha­ben sich ver­irrt. Wie­der mal.

Den Grund für das De­sas­ter ver­schweigt das Do­ku­ment. Ken­ner ha­ben aber eine fun­dier­te Ver­mu­tung. Ei­ni­ge ge­stress­te Mit­ar­bei­ter dürf­ten es mit dem No­tie­ren der Durch­fahrts­zei­ten nicht so ge­nau ge­nom­men ha­ben. Haupt­sa­che, der ver­damm­te Zug geht end­lich raus!

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.