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Ü60-PARTY

INVESTOREN Golf spielen und Posten sammeln ist ihnen zu wenig. Jetzt greifen die Altmeister der Deutschland AG reihenweise nach Start-ups – und schaffen Beachtliches.

OPE­RA­TI­ONS-RO­BO­TER Der ehe­ma­li­ge Con­ti-Chef Hu­ber­tus von Grün­berg will mit der Fir­ma Ava­ter­a­me­di­cal das US-Mo­no­pol von Ope­ra­ti­ons­au­to­ma­ten kna­cken. Haupt­fi­nan­zier: Lars Wind­horst.

Um gleich mal zum We­sent­li­chen zu kom­men: Jetzt wird es blu­tig. Und des­halb ist die Sa­che ei­gent­lich auch gar nichts für ei­nen ehe­ma­li­gen Top­ma­na­ger wie Hu­ber­tus von Grün­berg, des­sen Kar­rie­re sich zu­meist auf höchs­tem Abs­trak­ti­ons­ni­veau ab­spiel­te. Sei es als Vor­den­ker in Fra­gen gu­ter Cor­po­ra­te Go­ver­nan­ce. Als Chef des Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rers Con­ti. Oder als „Stark­strom­frit­ze“ (O-Ton von Grün­berg); fast ein Jahr­zehnt lang führ­te der Mann den Ver­wal­tungs­rat des Sie­mens-Ri­va­len ABB.

Nun hat der 76-Jäh­ri­ge sei­ne hel­le Freu­de, wenn in dem klei­nen Ope­ra­ti­ons­saal in Jena vier dün­ne Me­tall­stä­be am Ende von schwe­ren wei­ßen Ar­men in ei­nen Kör­per ein­drin­gen, um dort prä­zi­se ihr Werk an Nie­re oder Pro­sta­ta zu ver­rich­ten.

Die Fas­zi­na­ti­on für die Tech­nik über­deckt das Mar­tia­li­sche des Chir­ur­gen­hand­werks. Tat­säch­lich wird eine OP in dem Vor­führ­raum bei­na­he zur sau­be­ren Sa­che. Der Arzt steu­ert die In­stru­men­te per Kon­so­le, als wäre es ein Com­pu­ter­spiel, nur dass ihm statt Ge­bal­le­re das Ge­sche­hen im Kör­per­in­ne­ren über ein hoch­auf­lö­sen­des 3-D-Vi­deo ein­ge­spielt wird.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.