SPEZIAL

ÜBERLEBENS­PILLE

DOCMORRIS Die Onlineapotheke war schon einmal fast tot. Jetzt wächst die Firma dank Übernahmen wieder rasant. Eine ungewöhnliche Finanzierung dient als Heilmittel.

Serie „Mittelstand: Richtig managen“; Folge 3: Finanzierung

DER MA­CHER Doc­Mor­ris-CEO Olaf Hein­rich lässt sich von den At­ta­cken der Apo­the­ker nicht aus der Ruhe brin­gen. Statt­des­sen setzt er auf Wachs­tum.

Di­cke Flo­cken tau­mel­ten vom Him­mel, der Ver­kehr durch Mün­chen war die Höl­le. An den 7. Fe­bru­ar 2018 er­in­nert sich Wal­ter Ober­häns­li (60) noch wie ges­tern, vor al­lem an das mul­mi­ge Ge­fühl, das sich auf der quä­lend lan­gen Fahrt im Schnee­ge­stö­ber in sei­ner Ma­gen­gru­be zu­sam­men­ball­te.

Im Nor­den der Stadt soll­te der Grün­der und CEO der schwei­ze­ri­schen Zur Rose Grup­pe vor 200 Ver­tre­tern des Bun­des­ver­bands Deut­scher Apo­the­ken­ko­ope­ra­tio­nen über sein En­ga­ge­ment beim Arz­nei­mit­tel­ver­sen­der Doc­Mor­ris spre­chen. Ei­gent­lich Rou­ti­ne für den Ju­ris­ten, der seit mehr als 25 Jah­ren das 800 Jah­re alte Zunftsys­tem im Ge­sund­heits­we­sen mo­der­ni­sie­ren will.

Zwei Stun­den vor sei­nem Auf­tritt muss­te er je­doch er­fah­ren, dass der frisch ge­druck­te Ko­ali­ti­ons­ver­trag von CDU/ CSU und SPD ein Ver­bot des Ver­sand­han­dels mit Me­di­ka­men­ten vor­sah. „Die tri­um­phie­ren­de Häme in den Au­gen der ver­sam­mel­ten Phar­ma­zeu­ten ver­ges­se ich nie“, er­zählt er. Wie­der ein­mal stand das Ge­schäfts­mo­dell der On­lineapo­the­ke, die Ober­häns­li 2012 vom Vor­be­sit­zer Ce­le­sio für 25 Mil­lio­nen Euro ge­kauft hat­te, zur Dis­po­si­ti­on.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.