AUSFAHRT

Dicke Backen

Die Limousine des Audi A6 hat Wumms und Schärfe. Aber auch ein paar überraschende Schwächen.

Als klas­si­sche Li­mou­si­ne ge­hört der Audi A6 zu den be­droh­ten Ar­ten. Man fährt heu­te lie­ber hoch­bei­nig mit ei­nem Ge­län­de­wa­gen­sur­ro­gat oder doch we­nigs­tens mit ei­nem Kom­bi. Das geht al­len Her­stel­lern so. Bei Audi kommt al­ler­dings er­schwe­rend hin­zu, dass der­zeit nur Ver­bren­ner­ma­schi­nen im An­ge­bot sind. Elek­tro­mo­to­ren gibt es nicht, selbst Plug-in-Hy­bri­de feh­len.

Äußer­lich im­mer­hin wirkt der A6 frisch und kna­ckig. Er ist schär­fer ge­zeich­net als sein Vor­gän­ger, mit mus­ku­lö­sen Heck­kot­flü­geln und ei­ner ra­sant ab­fal­len­den C-Säu­le. Fahr­werk, Acht-Stu­fen-Ge­trie­be und Brem­sen sind ex­zel­lent ab­ge­stimmt; auch jen­seits von Tem­po 200 herrscht Ruhe, da­für sorgt die aus­ge­feil­te Ae­ro­dy­na­mik.

Die bis zu 38 As­sis­tenz­sys­te­me wur­den im Ver­gleich zum A8, in dem die meis­ten schon im Jahr 2017 Pre­mie­re fei­er­ten, wei­ter ver­fei­nert. Das Navi fährt nun zum Bei­spiel beim Start schnel­ler hoch, be­rück­sich­tigt In­nen­stadt­staus und kurz­fris­ti­ge Sper­run­gen, wie sie etwa rund um das Ber­li­ner Re­gie­rungs­vier­tel häu­fig vor­kom­men. Die Sen­so­ren und Ka­me­ras des Quer­ver­kehrs­war­ners gu­cken um die Ecke und re­agie­ren beim Aus­par­ken ver­läss­lich mit ei­ner Voll­brem­sung, wenn etwa ein Rad­ler her­an­prescht, der vom Platz hin­term Lenk­rad nicht zu se­hen ist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2019.