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MIA BIN I

FC BAYERN MÜNCHEN Das frühe Aus in der Champions League ist die logische Folge von Managementfehlern. Der autokratische Führungsstil des Präsidenten Uli Hoeneß passt nicht mehr zum Weltclub-Anspruch des Vereins.

STUR­KOPF Als Ma­na­ger und Prä­si­dent hat Uli Ho­en­eß den FC Bay­ern zu ei­ner Fuß­ball­groß­macht ge­formt. Nun läuf­t's gar nicht mehr.

Neu­lich sonn­tags, zur Fa­schings­zeit, zeigt Uli Ho­en­eß (67) in der Fern­seh­sen­dung „Dop­pel­pass“ sei­ne mil­de Sei­te. Als Prä­si­dent des FC Bay­ern Mün­chen müs­se er Spie­lern wie Ar­jen Rob­ben (35) und Franck Ri­bé­ry (35) sehr dank­bar sein: „Wir wol­len sie nicht vor den Kopf sto­ßen“, son­dern ih­nen „ei­nen ver­nünf­ti­gen Ab­gang ma­chen“. Des­halb habe man die Ver­jün­gung des Ka­ders auf­ge­scho­ben – selbst wenn dies mal in ei­nem Jahr die Meis­ter­schaft kos­te.

Was edel­mü­tig klang, war der Ver­such, die Deu­tungs­ho­heit über den ver­säum­ten Um­bruch in Deutsch­lands er­folg­reichs­tem Fuß­ball­team zu­rück­zu­er­lan­gen. Nur stieß Ho­en­eß mit sei­nem Groß­mut gleich zwei sei­ner wich­tigs­ten Un­ter­stüt­zer vor den Kopf: die Spon­so­ren, die er­kleck­li­che Sum­men nach Mün­chen über­wei­sen, um von Ti­teln zu pro­fi­tie­ren. Und die Fans, die ih­ren „Stern des Sü­dens“ bei al­lem „Mia san mia“-Fa­mi­li­en­sinn vor al­lem für sein Ge­win­ner-Gen lie­ben. Im Sta­di­on jauch­zen sie: „F-C-Bay­ern, Fo­re­ver-num­ber-one“.

Ho­en­eß je­doch ist nun sein ei­ge­ner Maß­stab. „Ich habe in mei­nem Le­ben mehr als 50 Ti­tel ge­won­nen“, be­grün­det er die neue Be­schei­den­heit. „Da kommt es auf den ei­nen oder an­de­ren nicht an.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.