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SCHLUSS­VERKAUF

C&A Die Sanierung des einstigen Vorzeigehändlers ist gescheitert. Viele Familienmitglieder verlieren den Glauben.

Ans­gar John Bren­nink­mei­jer hat ei­nen vor­treff­li­chen Ort ge­wählt, um zu er­klä­ren, war­um das Im­pe­ri­um sei­ner Fa­mi­lie aus den Fu­gen ge­ra­ten ist. Es ist Ende Fe­bru­ar, die Son­ne ist be­reits un­ter­ge­gan­gen, als der Spross ei­ner der reichs­ten Dy­nas­ti­en Eu­ro­pas noch eine Bot­schaft los­wer­den will. In Os­na­brück.

Gut 20 Ki­lo­me­ter west­lich der al­ten Han­se­stadt, im be­schau­li­chen Met­tin­gen, fing al­les an. Von hier aus zo­gen die Bren­nink­mei­jers als flie­gen­de Händ­ler durch die Lan­de, be­vor die Brü­der Cle­mens und Au­gust 1841 im nie­der­län­di­schen Sneek ei­nen La­den er­öff­ne­ten, den sie nach ih­ren In­itia­len C&A nann­ten. Es war der Be­ginn von et­was ganz Gro­ßem.

In der Zeit nach dem Zwei­ten Welt­krieg do­mi­nier­te der Kon­zern über Jahr­zehn­te den eu­ro­päi­schen Mo­de­han­del, die flei­ßi­gen Deut­schen dran­gen vor bis nach Bra­si­li­en, Me­xi­ko, Chi­na. Mit den spru­deln­den Ge­win­nen aus der bil­li­gen, aber für die gan­ze Fa­mi­lie kleid­sa­men Mode kauf­ten die Bren­nink­mei­jers Im­mo­bi­li­en in den bes­ten La­gen und in­ves­tier­ten Mil­li­ar­den ins fa­mi­li­en­ei­ge­ne Be­tei­li­gungs­ge­schäft. Lan­ge Zeit schien die Sip­pe un­auf­halt­sam, ein in sich ge­kehr­ter, erz­ka­tho­li­scher, fast sek­ten­haf­ter Clan.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.