BUSINESS REBEL

Tamaz Georgadze

Mit Raisin gründete der Überflieger eines der erfolgreichsten Fintechs Deutschlands.

Ber­lin, ein Hin­ter­hof im Yup­pie-Stadt­teil Prenz­lau­er Berg. Bun­te Bü­ro­wän­de, Ki­cker, mit­ten­drin Ta­maz Ge­or­g­ad­ze (40), be­horn­brillt und un­schein­bar. Der ge­bür­ti­ge Ge­or­gi­er führt ei­nes der best­fi­nan­zier­ten Fin­tech-Un­ter­neh­men Deutsch­lands. Im Fe­bru­ar pump­ten Wag­nis­ka­pi­tal­ge­ber 100 Mil­lio­nen Euro in Rai­sin, nach­dem zu­vor schon 70 Mil­lio­nen Euro ge­flos­sen wa­ren.

Da­mit baut der Grün­der nun sein Busi­ness aus. Mit Frank Freund und Mi­cha­el Ste­phan war der CEO Ende 2012 auf den Nied­rig­zin­s­trend auf­ge­sprun­gen. Über Rais­ins Markt­platz „Welt­Spa­ren“ ver­mit­teln sie An­le­ger an 65 eu­ro­päi­sche Ban­ken, die auf Ta­ges- und Fest­geld­kon­ten hö­he­re Zin­sen ver­spre­chen. Ins­ge­samt soll das Start-up bis­lang elf Mil­li­ar­den Euro von 165.000 Kun­den ver­mit­telt und da­für eine Pro­vi­si­on kas­siert ha­ben. „Un­se­re Kun­den le­gen über die Zeit mehr Er­spar­tes an und er­hö­hen ihre Ein­la­gen im Schnitt nach fünf Jah­ren um das Vier­fa­che“, so der Grün­der. Die alte Fi­nanz­welt sieht er in „Lei­chen­star­re“.

Ge­or­g­ad­ze war schon im­mer frü­her dran als an­de­re. Als Zwölf­jäh­ri­ger ab­sol­vier­te er das Ab­itur, schloss mit 15 das ers­te Stu­di­um ab und wur­de McK­in­sey-Part­ner, be­vor er die 30 er­reich­te. „Ich bin bloß gut in Ma­the und lo­gi­schem Den­ken“, sagt der Schach­lieb­ha­ber. „Wun­der­kind? 30 Jah­re her.“

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