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STROMSCHLÄGE

E-MOBILITÄT Newcomer aus China wie Byton oder Nio feiern sich bereits als Heilsbringer der neuen Automobilität. Tatsächlich ist es deutlich wahrscheinlicher, dass sie fulminant scheitern.

Nor­ma­ler­wei­se ist es eine tö­rich­te Idee, eine Au­to­fir­ma zu grün­den“, sagt An­ton Piëch (40), Sohn von Fer­di­nand Piëch (81), dem viel­leicht bes­ten Au­to­ma­na­ger sei­ner Ge­ne­ra­ti­on, so­wie Mar­le­ne Por­sche. Er lupft ein grau­es Tuch. Dar­un­ter: der Be­leg, dass er tat­säch­lich eine Au­to­fir­ma ge­grün­det hat. Sein ers­tes Mo­dell heißt Piëch Mark Zero. Op­tisch äh­nelt es ei­nem As­ton Mar­tin, da­für fährt es mit E-An­trieb.

Es ist An­fang März, je­des Jahr um die­se Zeit zieht es die Bran­che an den Lac Lé­man zum Au­to­mo­bil­sa­lon in Genf. Nir­gend­wo sonst in Eu­ro­pa ver­kau­fen die Her­stel­ler so vie­le Lu­xus­mo­del­le di­rekt vom Mes­se­stand. Ei­gent­lich ist das hier ein Tref­fen der Eta­blier­ten und Ar­ri­vier­ten. In die­sem Jahr aber ma­chen sich vie­le un­be­kann­te Start-ups in den Hal­len breit. „Tes­la hat ge­zeigt, dass eine Fi­nan­zie­rung über meh­re­re Run­den ge­lingt“, um er­folg­reich E-Au­tos zu bau­en, macht sich Piëch Mut. Wenn er mit sei­nem Na­men in der Au­to­in­dus­trie et­was ma­che, „muss das sit­zen“.

Im Früh­jahr des nächs­ten Jah­res soll der Elek­tro-Piëch Test­fahr­ten auf dem Nür­burg­ring ab­sol­vie­ren, spä­ter sol­len ein Vier­sit­zer und ein SUV auf glei­cher Platt­form fol­gen. An­ton Piëch ist kein In­ge­nieur, son­dern ge­lern­ter Jour­na­list und Me­di­en­un­ter­neh­mer. Tech­ni­sche Ex­per­ti­se kauf­ten er und sein Co-Grün­der Rea Stark Ra­j­cic (35), De­si­gner von Be­ruf, mit dem Ex-BMW-Ent­wick­ler Klaus Schmidt ein, für die Fi­nan­zen hol­ten sie den Über­nah­me­spe­zia­lis­ten Klaus Pflum und den Ana­lys­ten Mi­cha­el Ward.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.