KOLUMNE

Helden von gestern

Der Mittelstand rückt aus dem Blickfeld der Politik. Er muss selbst schauen, wo er bleibt.
Von Klaus Schweinsberg

Es sind die po­li­ti­schen Ri­si­ken, die der Wirt­schaft im Mo­ment die größ­ten Sor­gen be­rei­ten. Als gu­ter Seis­mo­graf da­für taug­te die Münch­ner Si­cher­heits­kon­fe­renz, die die­ses Jahr mehr Teil­neh­mer denn je ver­sam­mel­te. Und erst­mals sa­ßen zwi­schen den Ge­ne­rä­len und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­tern aus al­ler Welt auch nicht we­ni­ge Ober­be­fehls­ha­ber aus nam­haf­ten deut­schen Un­ter­neh­mer­fa­mi­li­en: Oet­ker, Por­sche, Scha­eff­ler, Wa­cker – um nur ei­ni­ge Na­men zu nen­nen. Aber war­um ver­ir­ren sich Fa­mi­li­en­un­ter­neh­mer auf eine Kon­fe­renz, die einst den schmis­si­gen Na­men „Wehr­kun­de­ta­gung“ trug?

Da­für gibt es zwei Grün­de. Ei­ner­seits ist es Wolf­gang Ischin­ger, dem Vor­sit­zen­den der Kon­fe­renz, ge­lun­gen, die Kon­fe­renz zu ei­nem po­li­ti­schen Tref­fen zu ent­wi­ckeln, das in­zwi­schen mehr hoch­ka­rä­ti­ge Gäs­te hat als das Welt­wirt­schafts­fo­rum in Da­vos. An­de­rer­seits er­kennt eine wach­sen­de Zahl von Un­ter­neh­mern und Ma­na­gern, dass Per­sön­lich­kei­ten wie Ma­de­lei­ne Al­b­right, Da­vid Pe­tra­eus oder Ja­vier So­la­na ak­tu­ell wert­vol­le­re Ge­sprächs­part­ner sind als Ma­nage­ment­gu­rus wie Jim Col­lins, Fred­mund Ma­lik oder Mi­cha­el Por­ter.


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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2019.